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Lokale, markenspezifische Top Level Domains sind im Kommen

28. November 2013 (stg)

Wenn im Frühjahr 2014 schrittweise die ersten neuen Top Level Domains (TLDs) eingeführt werden, soll dies zu einem deutlich veränderten Surf- und Suchverhalten der Internetuser führen. Konnte man bisher davon ausgehen, dass die gesuchte Webseite in neun von zehn Fällen mit .de, .com, .info oder .org endete, so werden in den nächsten Monaten mehrere hundert neue Endungen wählbar sein.

Gerade für lokale, klein- und mittelständische Unternehmen aber auch Firmen aus bestimmten Branchen oder Regionen eröffnen sich mit Endungen wie .hessen, .hamburg, .shoes, .club oder .shop vielfältige Möglichkeiten, das eigene Angebot deutlich prägnanter und zielgruppenspezifischer im Web zu positionieren. Wer bisher mangels zur Verfügung stehender Alternativen auf eher zweitklassige Internetadressen zurückgreifen musste, erhält mit den neuen TLDs nun die Chance auf eine passende Domain. Die neuen Webendungen lassen sich in drei Kategorien unterteilen: geografische, generische und markenspezifische TLDs.

Neben den sogenannten „Country Code Top Level Domains“ (ccTLDs), zu denen länderspezifische Endungen wie .de, .ch oder .us gehören, kommen nun neue geografische Webadressen auf den Markt. Erstmals können Städtenamen oder Regionen wie .koeln, .hamburg, .berlin, .bayern, .saar oder .ruhr als Kürzel genutzt werden. Gerade lokale Unternehmen, Dienstleistungen, Angebote oder auch Vereine werden von dieser Neuerung erheblich profitieren. Konnte ein lokaler Bezug in der Vergangenheit nur durch die Ergänzung des Ortes innerhalb der Webadresse hergestellt werden, bieten die neuen Endungen die Möglichkeit deutlich kürzere und leichter zu merkende Webadressen zu generieren. Im Gegensatz zur Internationalen Gartenschau 2013 in Hamburg, die unter igs-hamburg.de zu finden war, könnten die Berliner ihre Internationale Gartenausstellung unter iga.berlin registrieren.

Tobias Flaitz, CEO der Sedo GmbH, sowie zahlreiche Entscheider aus der Domainbranche sehen gerade in den geographischen TLDs ein sehr großes Vermarktungspotential. Schon nach kurzer Zeit werden sie aufgrund ihres regionalen und lokalen Bezugs einen sehr schnellen Bekanntheitszuwachs verzeichnen. Wer sich für eine solche Adresse interessiert, sollte sich daher zeitnah mit der Domainhandelsplattform Sedo oder einem Registrar wie 1&1 oder United Domains in Verbindung setzen, um seine Wunschdomain kostenlos und unverbindlich vorreservieren zu lassen. Wann die neuen Adressen tatsächlich verfügbar sind, ist noch offen. Voraussichtlich werden .wien und .berlin die ersten Endungen sein, die Anfang 2014 an den Start gehen.

Mit .books, .bio und .ski die richtige Zielgruppe ansprechen

Bei den sogenannten generischen Domains (gTLDs), geht es um Web-Endungen die Gattungsbegriffe wie z.B. .auto. .shop, .golf oder .ski enthalten. Die URL besteht also nicht aus einem Länder-, Städte- oder Markenabsender, sondern zielt in der Regel auf die Inhalte der betreffenden Branche oder Dienstleistung und dem damit zusammenhängenden Angebot ab. Ähnlich wie die geographischen Endungen versprechen generische TLDs, wie z.B. langlauf.ski oder gebrauchtwagen.auto, eine ebenso hohe Nachfrage. Das liegt darin begründet, dass sie einprägsam und selbsterklärend sind und meist große Chancen auf zufälliges Type-in (Eintippen eines Suchbegriffes in die Betreffzeile des Browsers) besitzen.
 
Die dritte Kategorie der neuen TLDs ist für Unternehmen bestimmt, die ihre eigene Marke als TLD registrieren möchten wie z.B. Google für „.youtube“ oder der ADAC für „.adac“. Sie alle haben sich für einen eigene Kennung entschieden, um beispielsweise Konsumenten hauseigene Produkte und Services in einer Art „geschütztem Raum“ konkurrenzfrei abbilden und anbieten zu können. Darüber hinaus bietet eine eigene TLD viele Möglichkeiten die Zielgruppen gezielter navigieren zu lassen, z.B. „autotest.adac“, „schutzbrief.adac“ oder „mitgliedschaft.adac“. Die neuen Endungen sollen so zu einer deutlichen Steigerung der Imagewerte und der Brand Awareness beitragen.

Wer schnell reagiert, kann sich Wettbewerbsvorteile sichern. Denn laut einer Studie der Sedo GmbH von April diesen Jahres, wissen 63 Prozent der Besitzer von kleinen und mittleren Unternehmen noch nicht, dass es neue TLDs geben wird.