ONLINE MEDIA

Mobile 360° Studie belegt veränderte Mediennutzung

7. Februar 2013 (stg)

Die heute vorgestellte Mobile 360° Studie von G+J EMS zeigt den Einfluss von Smartphones und mobilem Internet auf die Lebenswelten der Konsumenten. Smartphones sind inzwischen ständiger Begleiter der meisten Menschen und ihre intensive Nutzung wirkt sich auch auf deren Alltagsleben und den Zugriff auf Medieninhalte aus. Die Rolle von Mobile als Kommunikations- bzw. Informationskanal und Werbeträger wird immer wichtiger.

Bei der mobilen Nutzung stehen die Suche nach Informationen, Unterhaltung sowie Infos über Produkte ganz klar im Vordergrund. Das starke Informationsbedürfnis zeigt sich auch daran, dass gut 57 Prozent der Mobile User täglich oder mehrmals täglich mit ihrem Handy auf News-Angebote zugreifen. Nur die E-Mail-Nutzung über das Handy zeigt mit 71 Prozent noch höhere Zugriffsraten. Die intensive Mobile-Nutzung beeinflusst auch die Nutzung anderer Medien bzw. wird davon beeinflusst. 58 Prozent der Menschen nutzen Websites und Apps von Zeitschriften, die sie sonst auch lesen. Ferner greifen 65 Prozent auf die Websites und Apps, die sie mit dem Handy aufrufen, auch mit dem PC zu. Neben dieser kanalübergreifenden Treue zu Angeboten werden Medien zudem parallel genutzt: 45 Prozent der Menschen surfen während der TV-Nutzung mit dem Handy im Internet.

Mobile User lassen sich in vier Nutzertypen mit unterschiedlichen Präferenzen einteilen

Die Folge der Smartphone-Verbreitung ist eine veränderte Mediennutzung und das Entstehen neuer Kommunikationstypen. Zur besseren Charakterisierung der Mobile User hat G+J EMS Mobile – aufsetzend auf den Studienergebnissen – eine Typologie entwickelt. Das Resultat sind vier Mobile User Typen, die sich durch ihre Nutzungsintensität und -ausrichtung sowie ihre demografischen Strukturen voneinander unterscheiden:

  • Enthusiasten (18%, 3,8 Millionen) - Intensivste Nutzung: Socializing und Shoppen
    Diese Heavy Mobile User sind überwiegend zwischen 14 und 39 Jahren alt und verfügen über eine gute Bildung. Die Smartphone-Nutzung erfüllt für sie soziale Funktionen und hat ihre Mediennutzung verändert – sie surfen weniger mit PC/Laptop und sind parallel zur Fernsehnutzung häufig mit dem Handy online.

  • Erfahrene Pragmatiker (24%, 5,1 Millionen) - Zeitersparnis in Alltag und Job
    Diese eher männlichen User zwischen 30 bis 49 Jahren arbeiten oft in Führungspositionen oder selbständig. Ihre gezielte Smartphone-Nutzung dient vor allem der Lebenserleichterung, indem sie damit Berufliches, Konsum und Kommunikation zeitsparend organisieren. Ferner nutzen sie häufig Websites/Apps von Zeitschriften und Zeitungen.

  • Junge Routiniers (28%, 6,0 Millionen) - Entertainment statt Konsum
    Das mobile Internet gehört für diese User mit Altersschwerpunkt bei den 20- bis 29-Jährigen selbstverständlich zum Lebensstil dazu. Ihr Smartphone dient der Unterhaltung und dem Zeitvertreib, wobei vor allem Funktionen wie Chat, Games und Social Networks überdurchschnittlich genutzt werden.

  • Selektive (30%, 6,4 Millionen) - Kaufkräftige mit seltener Nutzung
    Zur ihnen zählen häufig Entscheider ab 40 Jahren mit hohem Haushaltsnettoeinkommen, die ein Smartphone besitzen, aber die Möglichkeiten des mobilen Internets erst entdecken. Auf Basis dieser Typologie können Werbungtreibende ihre Zielgruppen anhand charakteristischer demografischer Merkmale innerhalb der mobilen Kommunikationstypen verorten und so wertvolle Rückschlüsse auf besonders affine Umfelder zur Ansprache dieser Konsumenten ziehen.

Oliver von Wersch

Oliver von Wersch, Managing Director G+J EMS: „Mit unserem G+J EMS Mobile Panel haben wir den Finger unmittelbar am Puls der sich verändernden Mediennutzung und können so unsere Vermarktungsansätze frühzeitig darauf einstellen. Die Studienergebnisse zeigen eindrucksvoll, dass Smartphones zum ständigen Begleiter in fast allen Lebensbereichen geworden sind und das Mediennutzungsverhalten der Menschen nachhaltig verändern. Werbungtreibende müssen diesen neuen Wegen der Konsumenten folgen, um nach wie vor in ihrem Relevant-Set präsent zu sein – konkret heißt das: Mobile Advertising ist unabdingbar geworden!“