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Mobiles Technologiemarketing lohnt sich

17. September 2012 (sb)

Wie nutzen Technologieinteressierte und IT-/TK-Experten Smartphone und Tablet? Wie unterscheidet sich dabei die berufliche von der privaten Nutzung? Welche Dinge ersetzen die mobilen Geräte bereits? Fragen, denen die aktuelle Studie von IDG Global Soulutions auf den Grund gegangen ist.

Für die Umfrage gaben weltweit 21.590 Besucher von IDG-Webseiten aus dem Consumer- und Business-IT-Bereich Auskunft. Fast drei Viertel aller Befragten stammten dabei aus Westeuropa. Ein Drittel der Befragten arbeitet im IT-/TK-Bereich.

Das zentrale Studienergebnis: 77 Prozent der aller Befragten, also mehr als drei Viertel nutzen Smartphones, ob beruflich oder privat. Jeder zweite nutzt bereits ein Tablet-PC. Die Hauptanwendung bleibt dabei mit 94 Prozent das Telefonieren, gefolgt vom Versenden von SMS. Danach folgt bereits das Surfen im Internet und das Abrufen von E-Mails (jeweils 69 Prozent) sowie die Nutzung mobiler Apps (59 Prozent). Für Tablet-Anwender steht dagegen an erster Stelle die Internetnutzung (92 Prozent).

"Im IT- und TK-Bereich sollten sich Marketingverantwortliche daher nicht nur überlegen, wie sie ihre Zielgruppe inhaltlich erreichen, sondern vor allem auch wann diese für Botschaften besonders empfänglich ist", sagt York von Heimburg, Vorstand IDG Communications Media AG.

Denn laut Studie werden die IT- und TK-Inhalte auf mobilen Endgeräten überwiegend außerhalb der Arbeitszeit genutzt. So greifen 57 Prozent der Befragten erst nach Feierabend und 48 Prozent am Wochenende darauf zu. Während der Arbeitszeit nutzen hingegen nur 42 Prozent der Befragten Technologie-Inhalte, vor Arbeitsbeginn sogar nur 31 Prozent.

Worauf verzichtet diese Zielgruppe aufgrund ihrer Mobile Devices? Für mehr als jeden zweiten Befragten ersetzt das Smartphone Uhr oder Wecker (65 Prozent). Den Organizer ersetzt es für 55 Prozent und den MP3-Player für 52 der Befragten. Für über ein Drittel ist zudem der Festnetzanschluss (35 Prozent) durch das Smartphone überflüssig geworden, für 33 Prozent die gedruckte Zeitung.

Bei den Tablet-Nutzer ist letztere Zahl wesentlich höher: 62 Prozent verzichten aufgrund des Tablets auf die Printzeitung und 51 Prozent auf das Buch. Überraschenderweise ersetzt das Tablet für 20 Prozent der Befragten bereits den eigenen Computer, obwohl Bildschirmgröße, Funktionsumfang und Bedienung so oft bemängelt wurden.

Trotz dieser hohen Nutzerzahlen werden Smartphones und Tablet-PCs als Kanal für zielgerichtetes Technologie-Marketing vergleichsweise selten eingesetzt. Nach Einschätzung von Karsten Weide, Program Vice President Media & Entertainment beim Marktforschungsunternehmen IDC, wird sich dies jedoch ändern: "Wir rechnen damit, dass das weltweite Werbeaufkommen im Bereich Mobile von rund acht Milliarden US-Dollar in diesem Jahr bis 2014 auf 14,2 Milliarden US-Dollar steigt. Der Markt bietet also noch sehr großes Potenzial."

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