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MOBILE

Amerikaner können schon bei Facebook Places einchecken

19. August 2010 (jvr)

Das social Network Facebook schaltete am Mittwoch den standortbezogene Dienst „Facebook Places“ in den USA frei, bei der Nutzer von Smartphones und installierter App in Echtzeit ihren aktuellen Standort mitteilen können. Die Nutzer sollen aber stets die Kontrolle über diesen Dienst und den standortbezogenen Informationen behalten, versichert Facebook Gründer Mark Zuckerberg.

Nach Foursquare, Gowalla und Friendticker startet Facebook nun seinen eigenen App für Location Based Social Services. Wer Facebook Places nutzen will, braucht ein Smartphone. Nach Freischalten liest das Gerät auf Knopfdruck über den eingebauten GPS-Empfänger den aktuellen Standort aus. Facebook schlägt dann Sehenswürdigkeiten und andere POIs (Points of Interests) wie zum Beispiel Restaurants, Cafés oder Hotels vor. Wenn der Places-Nutzer die Information freigibt, können seine Facebook-Freunde sehen, wo er sich aufhält. "Man kann mit dem Mobiltelefon in Echtzeit mitteilen, wo man mit wem ist", sagte Places-Produktmanager Michael Eyal Sharon bei der Vorstellung des Dienstes.

Dies ermöglicht es Nutzern laut Facebook etwa auch zu entdecken, wenn ihre Freunde bei derselben Veranstaltung oder am selben Urlaubsort sind. Zur visuellen Darstellung setzt Facebook auf Bing Maps.

Ben Möhlenhoff, Social Media Specialist der Performance Agentur eprofessional aus Hamburg sieht hier den Durchbruch für Location Based Services in Deutschland „ Auf einen Schlag könnten nach unseren Schätzungen zwei Millionen deutsche Facebook-User, die das Netzwerk bereits mobil nutzen, für Facebook Places gewonnen werden. Und die Masse der User ist der entscheidende Erfolgsfaktor für Location Based Services. Zum Vergleich: Foursquare hat nach Schätzung der Webevangelisten derzeit 20.000 deutsche Nutzer.“

Interessant wird natürlich der werbliche Aspekt bei Facebook Places sein. Möhlenhoff: „Unternehmen mit Ladenpräsenz wie Einzelhändler oder auch Gastronomen könnten sich zukünftig viel besser auf Facebook präsentieren. Bislang war eine Brandpage eher sinnvoll für Brands und ortsunabhängige Unternehmen. Die Zeit, bis Facebook Places auch in Deutschland live geschaltet wird, sollten Unternehmen nutzen, um ihre Brandpage zu erstellen oder zu optimieren, denn diese kann später mit der Places Profilseite verbunden werden.“ Wann der Dienst bzw. das App auch in Deutschland zur Verfügung stehen wird, steht noch nicht fest.