PERFORMANCE

Criteo öffnet Performance-Plattform für Self-Service

13. April 2026 (jh)
Bild: Jose Castillo - Unsplash

Criteo baut seine Performance-Plattform weiter aus und stellt sie künftig auch als Self-Service-Lösung für kleine und mittelständische Unternehmen bereit. Damit können Werbetreibende eigenständig Kampagnen aufsetzen und verwalten, ohne auf Managed Services angewiesen zu sein. Neu ist vor allem der vereinfachte Zugang: Kontoerstellung, Zahlungsabwicklung und Kampagnenstart sollen in wenigen Schritten möglich sein. Die Self-Service-Funktionalitäten sind zunächst in den USA und Großbritannien verfügbar. Eine Ausweitung auf weitere Märkte ist im Laufe des Jahres vorgesehen.

Die Plattform bündelt verschiedene Werbekanäle wie Display, Video, Native und Social in einer Umgebung. Budgets werden dabei automatisiert kanalübergreifend verteilt. Ziel ist es, die Steuerung von Full-Funnel-Kampagnen zu vereinfachen und gleichzeitig die operative Komplexität zu reduzieren. Ergänzend integriert Criteo generative KI-Funktionen zur Erstellung und Anpassung von Werbemitteln, darunter auch Videoformate.

Der Ausbau adressiert ein bekanntes Problem im digitalen Marketing: die Fragmentierung von Touchpoints über unterschiedliche Plattformen und Geräte hinweg. Viele bestehende Lösungen operieren weiterhin in abgeschlossenen Ökosystemen, was die kanalübergreifende Steuerung erschwert. “Go” soll sich hier als Steuerungsumgebung positionieren, die auf Criteos Commerce-Datenbasis zurückgreift und damit eine breitere Zielgruppenansprache ermöglichen soll. Nach Unternehmensangaben basieren die Systeme auf großen Mengen an Datensignalen, darunter Hunderte Millionen täglicher Nutzerinteraktionen sowie Transaktionsdaten. Diese Datenbasis ist das Herzstück der Lösung, die es für Werbetreibende interessant macht und bildet zudem die Grundlage für die automatisierte Optimierung von Kampagnen.

Ein weiterer Bestandteil des Updates ist ein sogenannter “Onboarding Agent”. Dabei handelt es sich um ein KI-gestütztes System, das Kampagnen initial konfiguriert und Prognosen zur Performance erstellt. Der Ansatz folgt dem Trend hin zu stärker automatisierten und teilweise autonom agierenden Werbesystemen, bei denen manuelle Eingriffe reduziert werden sollen.

Google-Managerin kommt in Gos Führungsriege

Parallel zur Produktentwicklung verstärkt Criteo auch personell den Bereich. Mit Courtney MacConnell übernimmt eine ehemalige Google-Managerin die Rolle als Vice President of Commercialization für Go. Sie war zuvor für Googles Shopping-Produkte verantwortlich und soll nun die internationale Skalierung der Plattform vorantreiben.

“Wir freuen uns sehr, Courtney zu einem so entscheidenden Zeitpunkt für Go bei Criteo willkommen zu heißen”, kommentiert Todd Parsons, Chief Product Officer und President of Performance Media bei Criteo. Todd verweist in diesem Zusammenhang weiterhin auf die strategische Bedeutung der Plattform für das eigene Performance-Geschäft.

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