Das Adtech-Unternehmen Seedtag erweitert seine bestehende Plattform für kontextuelle Werbung um eine KI-basierte Steuerungs- und Interaktionsebene. Mit „Liz Agent“ führt das Unternehmen keine neue Daten- oder Targeting-Technologie ein, sondern ergänzt seine etablierte “Neuro-Contextual-Intelligence” um eine agentenbasierte Oberfläche, die Planung, Analyse und Aktivierung enger miteinander verzahnen soll.
Im Zentrum steht eine dialogbasierte Benutzeroberfläche, über die Marken und Agenturen Mediastrategien entwickeln und Kampagnen steuern können. Funktionen wie Echtzeit-Analysen, Zielgruppenmodellierung oder Wettbewerbsbeobachtung waren bereits Teil der Seedtag-Plattform. „Liz Agent“ bündelt diese nun in einer Anwendung und übersetzt die zugrunde liegenden Daten in konkrete Handlungsempfehlungen.
Dirigenten eines “Agenten-Orchesters”?
Technologisch basiert die Lösung weiterhin auf Seedtags „Neuro-Contextual Intelligence“, die Kontextsignale wie Interesse, Emotion und Nutzerintention auswertet. Neu ist vor allem die Art der Nutzung: Statt Insights isoliert bereitzustellen, agiert die Plattform als übergeordnete Instanz, die Kampagnenelemente wie Targeting, Kreation und Messaging ableitet und deren Umsetzung vorbereitet. Im Hintergrund kommt laut Seedtag eine “Multi-Agent-Orchestrierung” zum Einsatz, bei der Large Language Models (LLMs) mit proprietären Datenquellen kombiniert werden. Dadurch soll das System nicht nur auf Anfragen reagieren, sondern auch proaktiv Optimierungspotenziale identifizieren und entsprechende Vorschläge generieren.
Johannes Paysen, Managing Director DACH von Seedtag, erklärt dazu: „Wir treten in eine neue Ära ein, in der KI-Agenten zur zentralen Schnittstelle für Marketing Intelligence werden. Die dialogbasierte Oberfläche der neuen Liz Agent-Plattform ermöglicht es unseren Teams und Kund:innen, schneller auf relevante Insights zuzugreifen, Kampagnen gezielter zu optimieren und Strategien effizient umzusetzen. Für den deutschen Markt eröffnet das Potenzial für noch relevantere Werbung, die sich stärker an den Interessen, Emotionen und Kaufabsichten der Nutzer:innen orientiert und gleichzeitig ihre Privatsphäre respektiert.“
Mit „Liz Agent“ folgt Seedtag dem Trend, KI-Agenten als neue Steuerungsebene über bestehende Adtech-Systeme zu legen. Ob sich daraus ein nachhaltiger Mehrwert gegenüber klassischen Plattform-Interfaces ergibt, dürfte vor allem von der praktischen Leistungsfähigkeit im Kampagnenalltag abhängen.
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