
Die Nutzung von Podcasts ist in den letzten Jahren fast schon exponentiell angestiegen und dadurch wurde der Kanal für Werbetreibende immer attraktiver. Der deutsche Podcast-Markt entwickelt sich auch 2025 dynamisch weiter, mit tiefgreifenden Verschiebungen in der Nutzerstruktur. Dies verdeutlichen die aktuellen Ergebnisse des “Podcast 2025 Report” vom Vermarkter Seven.One Audio. Hierbei zeigt sich, dass insbesondere junge Frauen unter 30 Jahren das Wachstum des Mediums maßgeblich vorantreiben. Damit wird ein Trend bestätigt, der sich in den vergangenen Jahren bereits angedeutet hatte: Podcasts sind laut Studienmachern längst kein männlich dominiertes Nischenprodukt mehr, sondern ein reichweitenstarkes Mainstream-Medium.
Die Reichweite von Podcasts ist bei den 18- bis 29-Jährigen im Vergleich zu 2023 signifikant von 43 auf 73 Prozent gestiegen. In dieser Altersgruppe hören erstmals mehr Menschen Podcasts als klassisches Radio. Besonders auffällig ist die Entwicklung bei jungen Frauen. 81 Prozent dieser Zielgruppe konsumieren regelmäßig Podcasts. Zum Vergleich: 2019 lag dieser Anteil noch bei 37 Prozent. Über alle Altersgruppen hinweg machen Frauen inzwischen mehr als die Hälfte der gesamten Podcast-Nutzungsdauer aus.
Anstieg der Nutzungsdauer
Parallel zur Reichweite nimmt auch die Nutzungsintensität zu. Die durchschnittliche tägliche Hördauer ist in der Gesamtzielgruppe zwischen 2023 und 2024 von sieben auf neun Minuten gestiegen – ein Zuwachs von rund 28 Prozent. Innerhalb von fünf Jahren hat sich die tägliche Nutzungszeit damit nahezu verdreifacht.

Die Angebotsseite und Werbetreibende
Auch auf Angebotsseite ist Bewegung im Markt. 2024 wurden fast 13.000 neue Podcast-Formate veröffentlicht – besonders häufig in den Bereichen Gesellschaft & Kultur, True Crime, Comedy und Gesundheit. Gleichzeitig besteht bei einigen Genres ein deutliches Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage. So stehen im Genre True Crime beispielsweise nur rund 220 aktive Formate einer monatlichen Nachfrage von rund 30 Millionen Plays gegenüber.
Für Werbetreibende bleibt das Medium attraktiv, nicht nur wegen seiner jungen, gebildeten und einkommensstarken Hörerschaft, sondern auch aufgrund der hohen Akzeptanz von Werbung. Laut Studie akzeptieren 86 Prozent der Hörer:innen mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von über 4.000 Euro Werbung in Podcasts, solange die Inhalte kostenfrei bleiben. Thematisch passende Spots stoßen ebenfalls auf breite Zustimmung. Besonders hoch ist die Werbeerinnerung bei weiblichen Hörerinnen, die Podcast-Werbung im Vergleich zu Social Media nicht nur als authentischer, sondern auch als vertrauenswürdiger empfinden.
Takeaways
- Podcasts haben sich vom Nischenmedium zum reichweitenstarken Kanal entwickelt.
- Die tägliche Nutzungsdauer steigt weiter an, während Podcasts erstmals bei 18- bis 29-Jährigen das Radio in der Reichweite überholen.
- Podcast-Werbung zeigt hohe Akzeptanz bei den Hörer:innen.
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