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PROGRAMMATIC

Media Trading mit gezieltem Einsatz von KI effizienter machen

Jan Gräwen, 17. August 2023
Bild: Jolygon – Adobe Stock

Künstliche Intelligenz (KI) ist zweifellos das weltweit dominierende Thema in der digitalisierten Welt. Im Bereich Digital Media stellt sich die Frage, ob KI das Potenzial besitzt, die Branche tatsächlich zu revolutionieren oder es letztlich doch nur ein kurzfristiges Trend-Thema 2023 ist.

Digitales Advertising ist zwar ein technologiebasiertes Business, jedoch entstehen immer noch bei vielen Unternehmen erhebliche manuelle Aufwände beim Einrichten und der Betreuung von komplexen Kampagnen. Eine Vielzahl von täglichen Aufgaben im Campaign Management, wie die Optimierung verschiedener Creatives innerhalb einer Kampagne, die Nutzung unterschiedlicher Targeting-Segmente sowie die Anpassung an individuelle KPIs der Kunden oder die Erstellung von komplexer Reportingstrukturen, binden derzeit vielen Ressourcen von hoch qualifizierten Mitarbeitern. Der Wunsch nach einer einfachen Lösung für diese komplexen Prozesse liegt nahe. Ist KI diese ersehnte Lösung?

Komplexe Kampagnenoptimierung – die perfekte Aufgabe für KI?

Eindimensionale Algorithmen, die beispielsweise die Aussteuerung einer Cost-per-Click- Kampagne (CPC) regeln, gibt es schon lange. Was also genau ist der Unterschied zu KI? KI zeichnet sich durch die Fähigkeit aus, große Datenmengen zu verarbeiten, komplexe Strukturen zu analysieren, Muster zu erkennen und eigenständig dazuzulernen. Als Folge dessen können Optimierungsmaßnahmen einer Kampagne in Rekordzeit durchgeführt, geprüft und erweitert werden. Das alles mit dem Ziel mehrere Kampagnen-KPIs, wie beispielsweise die Click-Through-Rate (CTR), die View-Through-Rate (VTR), Viewability oder Engagement, parallel zu optimieren.

Diese Automatisierung von klassischen Campaign-Management-Tätigkeiten bietet eine enorme Zeitersparnis, indem zeitaufwändige und fehleranfällige manuellen Prozesse von der KI übernommen werden. So kann KI die Qualität der Auslieferung und Optimierung steigern, sodass sich die Mitarbeiter im Campaign Management komplexeren und strategischer Aufgaben widmen können. Die Kombination aus menschlicher Expertise und KI-Unterstützung führt unter den richtigen Umständen zu erheblichen Gewinnen in der Produktivität und Qualität.

Wer profitiert von KI-optimierten Kampagnen?

Grundsätzlich profitieren alle im Kampagnenprozess involvierten Stakeholder. Die Demand-Side (Agentur und Kunde) profitiert, weil durch den Einsatz von KI innerhalb einer Kampagne automatisch auf multiple KPIs in Echtzeit optimiert werden kann. Dies hat zu Folge, dass jeder Werbe-Euro effizienterer eingesetzt wird.

Auch die Supply-Side (Publisher) kann vom Einsatz der KI-Technologie profitieren. Im Rahmen der Kampagnenoptimierung kann die KI-Werbeflächen hinsichtlich KPI, Zielgruppe und Zeitpunkt qualifizieren und damit dem Publisher wertvolle Insights zur Optimierung seiner Ad Placements geben. Dies führt zu einer gezielteren und effizienteren Ausspielung der Werbung und höheren Pay-outs für Publisher.

KI, die Lösung ohne Haken?

Es ist wichtig zu verstehen, dass KI menschlichen Input und eine sorgfältige Steuerung benötigt. Aufgaben wie die manuelle und menschliche Kuration von Partnerwebsites und Apps sollten nicht wegfallen, sondern weiterhin von Expertenteams geführt werden. Denn nur durch deren kontinuierliche Kontrolle und gegebenenfalls Anpassung der relevanten Parameter können KI-Tools ihre volle Leistungsfähigkeit entfalten. Nur so können Gefahren, wie beispielsweise auf Fake News hereinzufallen, minimiert werden. Daher ist es für Einkäufer empfehlenswert, auf Trusted Sources zu setzen, um ihre Werbekampagnen sicher und vertrauenswürdig auszurichten.

Tech Finder Unternehmen im Artikel

Bild Jan Gräwen Über den Autor/die Autorin:

Als Chief Commercial Officer (CCO) verantwortet Jan Gräwen bei YOC strategische Partnerschaften auf Angebots- sowie Nachfrageseite. Das dynamische Branchenumfeld immer im Blick, treibt er mit seiner langjährigen Erfahrung die Weiterentwicklung neuer, innovativer Produkte und Geschäftsmodelle auf internationaler Ebene voran. Parallel agiert Gräwen weiter in der Rolle des Managing Director der YOC Germany GmbH, in der er, gemeinsam mit seinem Berliner und Düsseldorfer Team, YOC nachhaltig als einen der größten deutschen Player im digitalen Advertising-Markt etabliert hat.

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