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DIGITAL MARKETING

Reisebranche investiert in den Wiederaufbau von Kundenbeziehungen

23. November 2021 (jm)
Bild: Yousef Alfuhigi - Unsplash

Trotz wieder deutlich steigender Infektionszahlen scheint die Reiselust der deutschen Bevölkerung wieder zuzunehmen. Während sich der weltweite Reiseverkehr zu erholen beginnt, müssen dabei Reiseanbieter ihre Beziehungen zu den Verbrauchern neu aufbauen und gleichzeitig ihre Kommunikation an die neue Realität des Reisens während der Corona-Pandemie anpassen. Gerade deshalb steigen die Investitionen in Tourismuswerbung sprunghaft an. Zu diesem Schluss kommt eine neue Prognose von Zenith für die Reisebranche in dreizehn Schlüsselmärkten.

Demnach sollen die Werbeausgaben der Touristiker in diesen Märkten 2021 nach einem deutlichen Einbruch in 2020 um 24 Prozent wachsen und damit doppelt so schnell wie der Werbemarkt insgesamt. Im kommenden Jahr sollen die Spendings dann noch einmal um 36 Prozent und 2023 um weitere 19 Prozent steigen. Die dreizehn untersuchten Märkte, zu denen auch Deutschland gehört, machen zusammen 74 Prozent der gesamten weltweiten Werbeausgaben aus. Die aufgestaute Nachfrage nach Reisen wird in den kommenden Jahren also zu einem raschen Wachstum der Werbeausgaben für Reisen führen. Der Werbemarkt der deutschen Reisebranche wird 2023 das Vor-Pandemie-Niveau um schätzungsweise 31 Millionen Euro übertreffen. Insgesamt liegt er dann bei 366 Millionen Euro.

“Auch in Deutschland sind die Werbeausgaben der Reisebranche im Jahr 2020 um drastische 42,5 Prozent gesunken”, so Jennifer Andree, CEO Zenith in Deutschland. “In diesem Jahr steigen die Spendings um 16,6 Prozent, nächstes Jahr um 41 Prozent und 2023 noch mal um 15,8 Prozent.”

Der Anteil digitaler Werbung

Die Werbetreibenden der Reisebranche in den untersuchten Märkten geben mehr für digitale Werbung aus als der Durchschnitt aller Marken, nämlich 63 Prozent im Jahr 2020 gegenüber 58 Prozent im Durchschnitt. Zenith prognostiziert hierbei, dass die Ausgaben für digitale Werbung von Reisemarken zwischen 2019 und 2023 jährlich um 6 Prozent steigen werden. Obwohl der deutsche Markt traditionell eher auf Printwerbung in der Reisebranche setzt, steige auch hier die digitalen Spendings kontinuierlich an. 2020 lag der Anteil bei 18 Prozent und dieser soll 2023 auf 22 Prozent ansteigen.

Takeaways

  • Die Werbeausgaben der Touristiker in dreizehn Märkten sollen 2021 nach einem deutlichen Einbruch in 2020 um 24 Prozent wachsen.
  • Für Deutschland steigen die Spendings um knapp 17 Prozent.
  • Der Anteil digitaler Werbung soll in Deutschland bis 2023 auf 22 Prozent anwachsen.

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