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ONLINE MEDIA

EditorialTransparenz und die Rolle der Advertiser

Schulze-Geißler, Arne, 15. January 2020
Bild: James Haworth;CC0 - unsplash.com

Im digitalen Mediageschäft und da insbesondere im Programmatic-Media-Segment gibt es regelmäßig die Forderung von Werbungtreibenden nach mehr Transparenz. Es geht um die Fragen: Was passiert mit dem Budget der Advertiser? Wird das geliefert, was bestellt wurde? Stimmt die Qualität? Wer verdient daran? Hat es etwas gebracht?

Es geht also um Kosten, um die Produkteigenschaften, um den Beitrag jedes Beteiligten in der Wertschöpfungskette und die Wirkung, auch wenn der letzte Punkt nicht von den Medialieferanten beantwortet werden kann.

Ob ein Mediaprodukt am Ende seinen Preis wert ist, ist nunmal eine subjektive und individuelle Angelegenheit und hängt auch noch von ganz anderen Faktoren ab. In der gesamten Mediagleichung gibt es anfangs nur eine eindeutige und transparente Größe – und das ist der Euro-Betrag, der für Leistung X aufgerufen wird. Wie kommt man aber nun an eine harte Mediawährung als Gegenwert in Gestalt von Produkteigenschaften: Umfeld, Platzierung, Targeting, Viewability und Brand Safety, Volumen und Kontaktdosis etc.

In der Vergangenheit haben sich meist Mediaagenturen für ihre Kunden mit diesen Themen auseinandergesetzt und individuelle Lösungen mangels Standards gefunden. Einer wachsenden Zahl von Advertisern erscheint diese Konstellation und Aufgabenverteilung nicht mehr zeitgemäß. Sie mischen sich ins digitale Mediageschäft ein, spielen eine zunehmend aktive, auch operative Rolle, anderen reicht es von Zeit zu Zeit mehr Transparenz einzufordern.

Wie ist Eure Meinung?

Welche Rolle sollten Advertiser im modernen Media-Kosmos einnehmen?

Welchen Grad der aktiven und operativen Beteiligung erfordert die heutige Mediawelt von Werbungtreibenden, um einerseits maximal von den Möglichkeiten des maschinellen und datenbasierten Advertisings zu profitieren und andererseits zusammen mit Dienstleistern und Technologie die Themen Transparenz in Mediaqualität und Kosten managen und steuern zu können?

Antworten und Meinungen bitte an: redaktion@adzine.de, wir werden diese auswerten und dann in den nächsten Wochen veröffentlichen.

Viel Spaß mit dem heutigen Newsletter!

Arne Schulze-Geißler, Herausgeber Adzine