DISPLAY ADVERTISING

Mangelware Premium-Inventar? Sichtbarkeitsraten sinken

23. Juli 2018 (ft)
Bild: Jakob Owens; CC0 - unsplash.com

Im zweiten Quartal 2018 haben sich die Sichtbarkeitswerte im Display Advertising verschlechtert. Im aktuellen Viewability Report weist der Messdienstleister Meetrics Deutschland eine Viewability Rate von 62 Prozent aus – ein Rückgang von zwei Prozentpunkten im Vergleich zu Q1. Den größten Einbruch verzeichnet jedoch die Video-Werbung.

Mit 63 Prozent erreichen die Sichtbarkeitsraten für Video Ads in Deutschland im Vergleich zum vorherigen Quartal einen deutlich schlechteren Wert. Ganze 14 Prozentpunkte sinkt der Wert im Vergleich zu den in Q1 gemessenen 77 Prozent. Damit liegt der deutsche Onlinewerbemarkt im internationalen Vergleich aber immer noch über dem Durchschnitt von 53 Prozent.

Im Vergleich zum vorherigen Quartal sind auch die Sichtbarkeitsraten für Display Ads in Deutschland von 64 auf 62 Prozent gesunken. „Eine Viewability von 62 Prozent ist im internationalen Vergleich noch immer ein sehr solider und vorzeigbarer Wert“, kommentiert Philipp von Hilgers, Managing Director und Co-Founder von Meetrics.

Von Hilgers sieht die Gründe dafür unter anderem im knapper werdenden Premium-Inventar: „Die Endlichkeit von Premium-Display-Inventar, aber auch Anzeigen auf mobilen Endgeräten zeigen hier einen negativen Einfluss auf die Sichtbarkeitsraten. Dennoch wissen wir aus dem Vorquartal, dass der deutsche Markt noch Potential hat.“

Bild: Meetrics Viewability Benchmark Q2 2018  » Vergrösserung

Im Vergleich mit anderen in den Viewability Benchmarks erfassten Märkten liegt der deutsche Onlinewerbemarkt mit diesem Wert über dem Durchschnitt des internationalen Benchmarks von 61 Prozent für Display Ads. Bessere Werte können nur der österreichische (73 Prozent), schwedische (64 Prozent) sowie der französische Markt (63 Prozent) aufweisen.

Grundlage für die Meetrics Viewability Benchmarks ist die Richtlinie „50/1“ des IAB und des Media Rating Council (MRC). Demnach müssen mindestens 50 Prozent der Werbemittelfläche für mindestens eine durchgehende Sekunde im sichtbaren Bereich des Browsers gewesen sein. Bei Video Ads lautet die Empfehlung „50/2“, d. h. das Werbemittel muss mindestens mit 50 Prozent seiner Fläche für wenigstens 2 Sekunden sichtbar geworden sein.