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Tracking: Apple nimmt Facebook ins Visier

5. Juni 2018 (ft)
Bild: Christian Schwier - Adobe Stock / Bearb.: ADZINE

Apple geht mit Facebook in die Offensive. Auf der Entwickler-Konferenz WWDC hat das Unternehmen bekanntgegeben, zukünftig den Nutzern seines Browsers die Möglichkeit zu geben, das Tracking per Like-Button abzulehnen. Durch die Einbindung der Buttons ist es Facebook bisher möglich, die Surf-Aktivitäten von Nutzern zu tracken.

Ab Herbst 2018 will Apple mit den neuen Betriebssystemversionen iOs 12 und macOS 10.14 auch den Safari-Browser updaten, den die Mehrzahl der Apple-Nutzer standardmäßig verwenden. Hier wird ihnen dann eine Warnmeldung angezeigt, sobald sie eine Webseite besuchen, die Facebook-Likes oder die Kommentarfunktion verwendet. Nutzer können daraufhin entscheiden, ob sie Facebook die Erlaubnis geben, sie zu tracken oder eben nicht.

In der offiziellen Funktionsliste von iOS 12 heißt es:

When you browse the web, the characteristics of your device can be used by advertisers to create a “fingerprint” to track you. Safari now thwarts this by only sharing a simplified system profile. And now improved Intelligent Tracking Prevention keeps social media Like buttons, Share buttons, or comment widgets from tracking you without your permission. We know you’ll like that.

Apple geht damit, anstatt in Konkurrenz mit Werbegiganten wie Facebook und Google zu treten, ein Mal mehr den Weg eines Unternehmens, das die Privatsphäre seiner Nutzer in den Vordergrund stellt. Als Hardware-Anbieter ist das Unternehmen jedoch auch nicht auf Einnahmen aus Advertising-Quellen angewiesen. Erst jüngst hat sich Tim Cook kritisch gegenüber des Geschäftsmodells von Facebook geäußert, das aggregierte Nutzerdaten Werbetreibenden zur Verfügung stellt.