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Neue Streaming-Plattformen für Deutschland

25. Juni 2018 (jvr)
Adobe Stock

ProSiebenSat.1 und Discovery beabsichtigen den Aufbau einer gemeinsamen Streaming-Plattform für Deutschland, die 7TV, maxdome und Eurosport Player integrieren wird. Auch die RTL Group will ihr Videoangebot TV Now mit einem neuen, deutlich erweiterten Streaming-Angebot ausbauen.

ProSiebenSat.1 und Discovery beabsichtigen ein umfassendes Entertainment-Paket mit Live-Streaming, einer umfangreichen Mediathek mit hochkarätige Inhalten zu schnüren. Neben einem breiten werbefinanzierten Angebot wird es auch ein werbefreies Paket sowie Premiumpakete mit Zugang zu exklusiven Sportübertragungen und Filmen geben. ProSiebenSat.1 und Discovery werden dazu auch eigene Inhalte entwickeln und produzieren und dafür in den Ausbau der Plattform investieren. Über 200 Experten werden den Start der Plattform unterstützen. Das neue Joint-Venture-Team arbeitet unter der Leitung von Alexandar Vassilev, der zuvor führende Positionen bei Google und YouTube innehatte. Max Conze, CEO von ProSiebenSat.1, wird Vorsitzender des Gesellschafterbeirats des Joint Ventures. Discovery wird von Jean Briac (JB) Perrette, President und CEO Discovery Networks International, im Beirat vertreten sein.

Max Conze, Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Group: „Wir alle wünschen uns Unterhaltung, die uns begeistert – jederzeit, überall und auf jedem Gerät. Daher freue ich mich sehr, dass ProSiebenSat.1 und Discovery die führende Streaming-Plattform für Deutschland aufbauen werden – mit dem Ziel, in den ersten zwei Jahren zehn Millionen Nutzer zu gewinnen. Wir werden die entsprechenden Ressourcen und Mittel dafür einsetzen. Ich lade hiermit RTL, ARD und ZDF ein, mit uns gemeinsam einen deutschen Champion zu schaffen. Dies ist nur der Beginn unseres Weges. Jetzt gilt es, die Ärmel hochzukrempeln.“ Der Start der neuen Plattform ist für das erste Halbjahr 2019 anvisiert.

Die RTL Gruppe ihrerseits hat bereits angekündigt das eigene Video-On-Demand-Angebot auf RTL Now auszubauen. „Das lineare Fernsehen ist unser Rückgrat, aber wir werden in den nächsten Jahren stark in unsere Video-on-demand-Angebote investieren", sagte der Chef der RTL-Group, Bert Habets, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am Montag. Bereits im Winter 2018 soll der Ausbau abgeschlossen sein. Dann kann der Verbraucher dort für einen einstelligen Eurobetrag im Monat vor allem lokale Inhalte, Shows und Serien konsumieren.