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IGTV: Wie Instagram es mit Youtube aufnehmen will

21. June 2018 ()
Bild:; Instagram Presse Kevin Systrom, Instagram CEO

Instagram erweitert seine Dienste um lange Videoformate. Mit „IGTV“ will das Unternehmen seinen Nutzern eine eigenständige App allein zum Videokonsum zur Verfügung stellen. Im Gegensatz zu Instagram, das nur einminütige Videos erlaubt, sind hier bis zu einstündige Video-Inhalte möglich. Der Vergleich zu Youtube liegt nahe, allerdings richtet sich IGTV allein an Mobile-Nutzer. Dementsprechend ist auch das Format rein auf die mobile Nutzung ausgelegt.

Im Gegensatz zu Youtube, das seine Wurzeln auf dem Desktop hat, will Instagram mit IGTV explizit mobile Nutzer ansprechen und bietet entsprechend die Videos im Hochformat an. Die vertikal wiedergegebenen Inhalte können entweder durch die neue App oder auch über das stationäre Internet hochgeladen werden.

IGTV ist ab sofort nutzbar und wird in der Instagram-App durch ein Fernseher-Symbol verlinkt. Ähnlich wie beim klassischen TV spielt die App spielt nach dem Start sofort Inhalte ab, ohne dass erst danach gesucht werden muss. Neben den Inhalten von Instagram-Freunden, gibt es, wie bei Youtube auch, von Influencern angebotene Kanäle, die Nutzer abonnieren können.

Bild: Instagram Presse Beispielbild aus IGTV-App

Neben Snapchat, mit dem Instagram schon seit geraumer Zeit konkurriert, betritt Instagram nun also auch das Territorium von Youtube. IGTV bietet quasi eine mobile Alternative zu dem Video-Netzwerk, das innerhalb seiner Community die Youtube-Stars hervorgebracht hat, die Millionen von Zuschauern auf ihre Kanäle locken.

Das Potential bestände auch bei IGTV. Schließlich hat Instagram erst kürzlich die Milliardenmarke der Monthly Active User (MAU) geknackt und bietet damit einen großen Grundstock an potentiellen Nutzern. Es stellt sich jedoch die Frage, ob die mobilen Nutzer überhaupt entsprechend lange Formate konsumieren wollen.

Vorerst keine Werbung

Wie Instagram-CEO Kevin Systrom beim Eröffnungsevent der neuen App mitteilt, wird es zumindest direkt nach Launch der App keine Werbemöglichkeiten geben. Da allerdings die Content-Ersteller viel Zeit in die Videos stecken würden, wolle man in Zukunft auch Möglichkeiten bieten, diese Inhalte zu monetarisieren.

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