MOBILE

Mobiler Videokonsum im Allzeithoch

15. Dezember 2017 (jvr)
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Über 60 Prozent aller Videoaufrufe werden bis Mitte 2018 von mobilen Geräte erfolgen, so die Prognose von Ooyala, einem Videoplattformanbieter für Bewegtbild-Publisher. Schon jetzt würden mehr als 58 Prozent aller Videoaufrufe von mobilen Geräten stammen, ein neuer Rekord.

Der Einsatz mobiler Geräte für die Betrachtung von Videos steigt weiterhin deutlich, wie der aktuelle Global Video Index von Ooyala zeigt. Mobile Videoaufrufe machen nun im sechsten aufeinanderfolgenden Quartal mehr als 50 Prozent aller abgespielten Online-Videos aus. In Q3 haben mobile Videoaufrufe um 11,9 Prozent im Vergleich zu Q3 2016 zugenommen, so die Studie.

Quelle: Ooyala Q3 2017 Report Gesamtentwicklung von Mobile Video

Sport als Wegbereiter von Mobile Video

Im besagten Report stellt Ooyala fest, dass die Menschen vor allem für den Konsum von Sportveranstaltungen auf Mobile zurückgreifen. In der weltweiten Studie dominierten mobile Geräte die Online-Betrachtung und konnten 58 Prozent der Onliner für sich gewinnen.

Dabei machten Smartphones mit mehr als 46 Prozent den größten Teil aus, auf Tablets entfielen etwas mehr als 11 Prozent. Von mobilen Geräten erfolgten in Q3 fast 63 Prozent aller Aufrufe bei Sportvideos. Davon machten Smartphones über 50 Prozent aus und Tablets 12 Prozent. PCs hingegen kamen auf knapp 40 Prozent der Aufrufe und SmartTVs auf weniger als 3 Prozent.

Quelle: Ooyala Q3 2017 Report Verteilung von Mobile Video nach Geräteklassen

„Es ist nicht überraschend, dass mobile Geräte weiterhin der Haupttreiber für Online-Video und über alle Altersgruppen und Content-Arten hinweg gefragt sind, während Sport den Weg bereitet“, sagt Jim O’Neill, Principal Analyst bei Ooyala. „Wir sehen damit, dass es Quatsch ist, zu behaupten, dass das Internet keine Live-Streams großer Sport-Events unterstützen kann. Man braucht sich nur die NFL anzusehen als Beispiel, dass Sportligen sehr wohl bereit sind, das Internet zu nutzen, um Zuschauer rund um die Welt und vor allem in China zu sammeln. Content-Anbieter, Betreiber und Marken müssen sich darauf konzentrieren, wie sie die zunehmende Verbreitung von allem Mobilen nutzen können. Ansonsten riskieren sie, dass sie im Rennen um die Content-Vorherrschaft unter „ferner liefen“ geführt werden.“