Adzine Top-Stories per Newsletter
VIDEO

Facebook überarbeitet Videowerbung und führt Pre-Rolls ein

15. Dezember 2017 (ft)
Bild: Mule; CC0 - unsplash.com

Facebook schraubt weiter an der Monetarisierung von Videocontent. Die bisherige Strategie, Mid-Roll Ads nach schon 20 Sekunden zu schalten, scheint bei den Nutzern nicht gut anzukommen. Hier soll es zu Veränderungen kommen. Auch Pre-Roll Ads möchte der Social-Media-Riese testen.

Facebook hat herausgefunden, dass Nutzer Mid-Roll Ads eher akzeptieren, wenn der Content eine Werbeeinblendung rechtfertigt. Das heißt, dass sowohl die Länge als auch der Inhalt entsprechend interessant sein müssen. Werbeeinblendungen bei flüchtigen Inhalten, die Nutzer beim Durchscrollen ihres Feeds entdecken werden dagegen weniger akzeptiert.

Auch das Timing der Ads ist noch nicht optimal. Bisher starten die Werbeunterbrechungen bei Videos von mindestens 90 Sekunden Länge schon ab der zwanzigsten Sekunde. Viel zu früh, wie Facebook nun herausgefunden hat.

Ab Januar 2018 will sich das Social Network deswegen auf die Erweiterung von Mid-Roll Ads auf Shows und Videoinhalte konzentrieren, die länger als drei Minuten sind. Hier soll die Werbeeinblendung erst nach einer Minute erscheinen. Zusätzlich können Publisher einsehen, wie viele Ad Impressions sie auf Videolevel erzielt haben und wie hoch der CPM hier ist.

Schlechte Nachrichten für Live Streamer: Normale Profilbesitzer und Facebook-Seiten, die weniger als 50.000 Follower haben können ihre Streams nicht mehr durch Videowerbung monetarisieren. Stattdessen werden zukünftig nur noch Seiten während Live Streams Videowerbung erhalten, die mehr als 50.000 Follower aufweisen können. Facebook begründet die Entscheidung damit, dass Seiten mit geringerer Reichweite häufig nicht mit den Content Guidelines zur Monetarisierung übereinstimmen und durch ihre geringe Zuschauerzahl nicht genügend Umsatz machen.

Es kommen Pre-Rolls

Anfang nächsten Jahres will Facebook zudem mit Tests mit Pre-Roll Ads beginnen. Sie sollen nur in Umfeldern erscheinen, in denen Nutzer proaktiv nach Inahlten gesucht haben, wie zum Beispiel Facebook Watch. Mit der Videoplattform möchte Facebook Youtube Konkurrenz machen. Sie ist derzeit jedoch noch nicht in Deutschland, sondern nur für ausgewählte Nutzer in den USA verfügbar. Die Tests sollen mit 6-sekündigen Werbeclips starten.