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PROGRAMMATIC

AppNexus macht Ernst mit Ads.txt

1. Dezember 2017 (ft)
Bild: Ilya Pavlov; CC0 - unsplash.com

Auf Publisher-Seite setzt sich das Ads.txt immer weiter durch, sodass mittlerweile die meisten Premium-Publisher das Anti-Ad-Fraud-Skript auf ihrer Seite integriert haben. Jetzt nutzen auch zunehmend mehr Demand Side Plattformen (DSPs) entsprechende Filter, um nur auf verifizierten Seiten einzukaufen. AppNexus geht damit ab 2018 noch einen Schritt weiter.

Google und The Trade Desk haben bereits ihre DSP-Angebote dahingehend angepasst, dass ihre Kunden beim Mediaeinkauf nur auf Seiten mit Ads.txt-Einbindung konzentrieren können. Für die Verkausseite wird Implementierung von Ads.txt zunehmend wichtiger. Bisher sollen jedoch nach aktueller Analyse gerade mal 2,5 Prozent von 56.000 untersuchten Seiten das Skript integriert haben. Hiebei dürfte es sich vor allem um Premium-Publisher handeln. Die Integration beim Long Tail lässt derweil noch auf sich warten.

Das könnte sich jedoch bald ändern, wenn mehr DSPs denselben Weg einschlagen, wie AppNexus. Der DSP-Anbieter plant für seine Einkaufsplattformen ab dem 24. Januar 2018 durchgehend Seiten mit Ads.txt zu berücksichtigen. Dadurch wird der Einkauf von Werbeinventar über Quellen (Reseller), die nicht direkt in der Ads.txt des Publishers autorisiert sind, ausgeschlossen. Die entsprechenden Dateien auf den Publisher-Webseiten will AppNexus täglich überprüfen. Wenn keine Ads.txt vorhanden ist, werden Impressions wie bisher auch über andere Reseller gebucht.

Der Werbetechnologieanbieter betont ausdrücklich, dass es sich hierbei um keinen optionalen Filter handelt, sondern um eine Einstellung, die automatisch und unumgehbar den Einkauf von Werbeinventar über unautorisierte Verkäufer verhindert.

Korrektur: In der ursprünglichen Meldung hieß es, dass die Einkaufsplattformen von AppNexus nur noch Inventar von Seiten mit Ads.txt-Implementierung einkaufen. Richtig ist: Wenn ein Ads.txt-Skript vorhanden ist, wird von der AppNexus-DSP nur Inventar von den Resellern gekauft, die hier genannt werden. Wenn keine Ads.txt vorhanden ist, werden Impressions wie bisher auch über andere Reseller gebucht.