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ECOMMERCE

So lief der Singles Day für Alibaba

13. November 2017 (ft)
Bild: Alibaba Group Presse Show-Bühne mit erzieltem Gesamtumsatz

140.000 teilnehmende Marken und Händler, 25,3 Milliarden US-Dollar Umsatz, 256.000 Transaktionen in der Sekunde: Der 11. November ist für das chinesische Verkaufsportal der Alibaba Group ein Tag der Superlativen. Auch in diesem Jahr wurden wieder Rekorde gebrochen.

Während in Deutschland Jecken in die fünfte Jahreszeit starten, werden zur gleichen Zeit in China von einem Unternehmen Milliarden US-Dollar umgesetzt. Die Alibaba Group veranstaltet am chinesisches Gegenentwurf zum Black Friday, Singles Day, ein Online-Shopping-Spektakel, das jährlich Rekorde bricht. In diesem Jahr gingen erstmals Waren im Wert von mehr als 25,3 Milliarden US-Dollar über den virtuellen Ladentisch. Damit konnte das Unternehmen seinen Umsatz von 2016 nochmal um 36 Prozent steigern. Vor einem Jahr lag der Rekord noch bei 17,8 Milliarden Milliarden US-Dollar. Alibaba generiert die Einnahmen dabei aus Werbeeinnahmen und Provisionen der Händler, die die Plattform und den Bezahldienst Alipay nutzen.

Seinen Anfang hat das Shopping-Event vor sieben Jahren genommen, als eine kleine Gruppe von Verkäufern den Aktionstag veranstalteten. An diesem Tag konnten sie Aufträge im Wert von 6,7 Millionen Euro generieren. Seitdem ist die Anzahl der teilnehmenden Verkäufer stetig gestiegen. Die meisten von Ihnen verkaufen dabei ihre Waren über die Plattform Alibaba. Mittlerweile ist der 11.11. in China zu einem Großevent geworden, das durch eine große Fernsehshow begleitet wird, die mit Stars wie Nicole Kidman und Pharrell Williams aufwartet.

Alibaba mit „New Retail“-Strategie

Im Kern der Strategie von Alibaba steckt die Verknüpfung von Unterhaltung und Shopping durch Technologie. So gab es im Rahmen der begleitenden Fernsehshow auch eine sogenannte 'See Now, Buy Now'-Fashion-Show. Hier konnten Nutzer in Echtzeit die Produkte bestellen, die sie auf dem Bildschirmen sahen. Dafür reichte es aus, das eigene Smartphone zu schütteln. Über eine App konnten Interessierte zudem Fotos von sich hochladen und so die einzelnen Kleidungsstücke virtuell anprobieren.

Shopping ist Entertainment – das hat das '11.11. Global Shopping Festival' wieder einmal bewiesen.

(Karl Wehner, Managing Director DACH, Turkey, Eastern Europe Alibaba Group)

Immense Entwicklung

Von anfänglich 27 teilnehmenden Retailern in 2009 ist das „Shopping Festival“ in den vergangenen Jahren auf etwa 140.000 teilnehmenden Marken und Verkäufern angewachsen, die ihre Waren in 225 Länder und Regionen verkaufen.
Auch deutsche Händler sind große Nutznießer des Events. So gehört Deutschland, laut Alibaba, neben den USA, Australian, Südkorea und Japan zu den Top-Ländern, die ihre Waren nach China verkaufen.

Im Vergleich zu 2016 entwickelt sich Mobile immer weiter zum alleinigen Verkaufskanal. Nach Angaben von Alibaba sollen in diesem Jahr rund 90 Prozent des Umsatzes durch mobile Geräte erzielt worden sein. Eine Steigerung von acht Prozentpunkten im Jahresvergleich.