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IAB räumt beim VPAID-Videostandard auf

13. November 2017 (ft)
Bild: Jakob Owens; CC0 - unsplash.com

Während unter Publishern und Werbetreibenden immer noch Diskussion herrscht, welcher technische Standard zur Auslieferung von Videowerbung denn nun genutzt werden soll, VAST oder VPAID, ist das Interactive Advertising Bureau in Großbritannien schon einen Schritt weiter. In einem Blog-Post heißt es, dass VPAID in seiner derzeitigen Form in Rente geschickt werden soll.

Amit Shetty, Senior Director, Video and Audio beim IAB Tech Lab, erläutert in seinem Post, dass der Status Quo der digitalen Video-Standards zu verworren ist und sieht deshalb eine Vereinfachung der Standards vor.

Wie unübersichtlich die Lage werden kann, zeigt sich allein an den Versionen, die auf dem Markt verfügbar sind. VAST befindet sich aktuell bei Version 4.0 und VPAID in der zweiten Generation. Allerdings nutzen viele Vermarkter auch weiterhin noch VAST 2.0, da neuere Versionen nur wenige nützliche Neuerungen bereithalten und die Umstellung mit Aufwand und Kosten verbunden ist. Dabei soll VAST 4.0 die Möglichkeit bieten, Aufgaben zu übernehmen, für die bisher VPAID genutzt wurde. Dazu gehört zum Beispiel die Viewability-Messung.

Das IAB hat die Aufgaben der Standards in drei Kernbereiche geordnet: Auslieferung, Interaktivität und Verifizierung. Derzeit sind für das mobile und stationäre Umfeld unterschiedliche Standards im Einsatz.

Bild: IAB Tech Lab Blog

Das IAB Tech Lab plant nun die Teilung von VPAID in zwei Standards, um die Verteilung der einzelnen Aufgaben übersichtlicher zu gestalten. So soll für die Auslieferung von Videowerbung sowohl im mobilen, wie auch stationären Umfeld VAST 4.0-Tags genutzt werden. Die Verifizierungskomponente von VPAID würde künftig durch Open Measurement ersetzt. Dieser Standard unterstützt unter anderem die Verwendung von 3rd-Party Ad Verification in mobilen Apps.

Bild: IAB Tech Lab Blog

Für die interaktiven Spezifikationen von Video Ads wäre in Zukunft ein Standard zuständig, den das IAB vorläufig VPAID-i nennt. Er soll Publishern mehr Kontrolle über interaktive Werbung bieten, die im mobilen oder OTT-TV-Umfeld geliefert wird. Ein großer Kritikpunkt an VPAID von Seiten der Sell-Side war die mangelnde Kontrolle über die gelieferten Inhalte.

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