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MEDIA

Das Internet wird zum Facebook Feed

24. Mai 2017
Bild: Henry Harsh; CC0 - pexels; Bearb.: Adzine

Facebook hat es geschafft, monatlich etwa 1,6 Milliarden Nutzer an sich zu binden und in 2016 einen Jahreumsat vün über 26 Milliarden US-Dollar zu generieren, wovon der Großteil aus der Werbung stammt. Ein klares Markenzeichen ist seit jeher der Nachrichten-Feed. Hierüber werden dem Nutzer Posts, Videos, Artikel von geliketen Seiten und natürlich auch Werbung ausgespielt. Nun sollen auch Publisher ihren Nutzern diesen Content Stream ermöglichen können.

Dafür hat das Native-Netzwerkt Taboola ihren „Taboola Feed“ eingeführt. Der Feed ermöglicht es Publishern ihren Nutzern auf der Seite einen endlosen Strom an Inhalten zu bieten, natürlich immer wieder unterbrochen durch native Werbeformate von Taboola. Nutzer können so nach dem Lesen eines Artikels unbegrenzt weiterscrollen und auf neue Inhalte, In-Feed-Videos, Produkte oder App-Downloads zugreifen. Als erster Verlagspartner testete die „New York Daily News“ die Lösung auf ihren mobilen und Desktop-Seiten.

Hinsichtlich der Nutzerzahlen befindet sich Taboola auf Verfolgungskurs von Facebook. Nach Angaben des Unternehmens erreicht es zurzeit weltweit über eine Milliarde Nutzer pro Monat. Mit em Feed möchte Taboola nun die Konsumgewohnheiten aus sozialen Medien bei der Nutzung von Content nachempfinden. Für Werbetreibende bietet sich hierbei die Möglichkeit, mit ähnlichen Formaten, wie sie Facebook und Co. bieten, zu werben, ohne dabei die Risiken von User generated Content zu haben – Stichwort Brand Safety.

Das Interface des Feeds besteht aus sogenannten „Cards“ mit verschiedenen Informationen und in unterschiedlichen Formaten. Der Publisher hat dabei die volle Kontrolle darüber, welche Cards organisch (Neuverbreitung eigener redaktioneller Inhalte) und welche gesponsert (bezahlt von einem Vermarkter, Sponsored Content, In- Feed-Video, Produkte, Apps etc.) sein sollen. Die „New York Daily News“ konnte, laut Taboola, seit der Einführung des Feeds im letzten Monat einen Umsatzanstieg von 26 Prozent und eine Steigerung der Leser-Interaktion von 40 Prozent im Mobilbereich verzeichnet.

„Ich bin der Überzeugung, dass sich das Nutzererlebnis im Open Web zu einem integrierten und ganzheitlichen Erlebnis verändern muss und eine Weiterentwicklung von Widgets, die über dem Artikel, in der Mitte des Artikels, entlang der rechten Leiste und am Ende des Artikels platziert sind, zu erfolgen hat. Hier können wir von den sozialen Netzwerken viel lernen“, erklärt Adam Singolda, CEO und Gründer von Taboola. „Ich glaube auch, dass Werbetreibende erstklassige Formate benötigen, aber auch die Fähigkeit brauchen, Zielgruppen-orientiert zu werben. Gleichzeitig sollten sie nativ auf den besten Websites und zusammen mit Premium-Inhalten in einer sicheren Umgebung erscheinen.“ Für ihn sei der Taboola Feed der Auftakt einer Mission, mit dem Ziel, Umfang und Markensicherheit zu vereinen, erzählt Singolda weiter.

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