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ADTECH

Wieso AppNexus bei Media Impact das Rennen machte und warum Google immer noch drin ist

Von Jens von Rauchhaupt, 10. März 2017
Bild: waldemarus - Dollarphotoclub.com/Adobe Stock

Neben der Wahl der Data Management Platform (DMP) 1plusX stand bei Media Impact eine weitere wichtige Entscheidung an: Die der zentralen Adtech-Plattform. In der Endausscheidung waren noch Google und AppNexus, zuvor hatte man sich u.a. auch gegen die deutsche Full-Stack Lösung von Adition entschieden. Nun steht fest, dass AppNexus das Rennen gemacht hat. Warum jetzt AppNexus, ein weiterer US-Anbieter?

Media Impact begründet die Entscheidung gegenüber ADZINE mit der Variabilität bei den Werbekanälen und der offenen Schnittstellen-Architektur von AppNexus. Carsten Schwecke CDO und Geschäftsführer von Media Impact: „AppNexus bietet einen komplett holistischen Ansatz über alle Kanäle (Stationär, Mobile, Apps), alle Werbeformen (Display, Video, Native) und alle Ausspielungswege (Direktgeschäft und Programmatic) an. Dabei setzt AppNexus auf komplett offene und transparente Schnittstellen, so dass sowohl alle internen Prozesse, wie auch alle externen Kundenprozesse optimal angebunden werden können.“

Wie es sich derzeit darstellt, hat das Vermarktungs Joint Venture von Axel Springer und der Funke Mediengruppe vor allem Ersatz für den Axel Springer hauseigenen Adtech-Stack von Smart Adserver gesucht. Dieser Part wird nun von AppNexus übernommen, was insgesamt als ein klares Commitment für die programmatische Vermarktung der großen Springer- und Funke-Marken gewertet werden kann.

Carsten Schwecke

„Damit wird das Programmatische ein vollwertig emanzipierter Ausspielungsweg, die Produktentwicklung wird agiler und noch kundenzentrierter, und die kundennahen Prozesse wie Campaigning und Reporting optimiert“, sagt Schwecke.

Entgegen Verlautbarungen aus anderen Quellen ist Google Doubleclick und damit auch die Google Adexchange (AdX) weiter bei Media Impact integriert, denn Schwecke sagt auch „Im künftigen Adtech-Stack werden wir auch weiterhin auf AdX und gegebenenfalls Yieldlab für Sonderformate zugreifen.“

Eine gänzliche Abkehr von Google – aber auch von Yieldlab – ist das nicht. Insgesamt stellt sich die Situation bei Media Impact so dar: Ob für die mobile oder stationäre Vermarktung, AppNexus übernimmt den zentralen Part des Adservings und des Programmatic Sellings, Google Doubleclick und die AdX werkeln bei der programmatischen Vermarktung zumindest mit und aufwendige Sonderformate werden auch von Yieldlab abgewickelt.