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M-Commerce boomt, Warenkörbe schrumpfen

20. Februar 2017 (ft)
Bild: daviles - Adobe Stock

Der deutsche E-Commerce wird zusehends mobiler. Der Anteil an den Verkäufen über Handys stieg im Vorjahresvergleich branchenübergreifend von 13 auf 20 Prozentpunkte. Dabei kommen mittlerweile zwei von fünf Shopbesuchern per Handy auf die Seiten (39 Prozent). Gleichzeitig sinken – verglichen mit dem Vorjahresquartal – die Warenkorbwerte auf allen Geräten. Positiv entwickelt sich hingegen der Umsatz: In 2016 kauften Deutsche rund für rund 17 Milliarden Euro Waren über ihre mobilen Geräte ein.

Laut eMarketer sollen die Umsätze im M-Commerce auch in 2017 weiter ansteigen. Zwar geht die Wachstumsrate zurück, beträgt jedoch immerhin noch 22,9 Prozent. Damit setzen Verbraucher in diesem Jahr voraussichtlich 21,18 Milliarden Euro mit ihren mobilen Geräten um. Karin von Abrams, Senior Analyst bei eMarketer, sieht die Zahlen als Beweis, dass Deutschland seine Position als Westeuropas zweitstärkster Markt im M-Commerce weiter festigen wird. Bis 2020 soll der deutsche Handel M-Commerce-Umsätze von bis zu 28,8 Milliarden Euro verzeichnen.

Werbekosten bleiben stabil

Bei wachsenden Umsätzen im mobilen Online-Handel können sich Werbetreibende über gleichbleibende Werbekosten in den Suchmaschinen freuen. Der Branchenindex von IntelliAd zeigt, dass die Kosten pro Klick (CPCs) für SEA im Vergleich zum Vorjahresquartal weitgehend stabil beiben. Durchgehend rückläufig – über alle Online-Shopping-Geräte hinweg – fallen jedoch die Warenkorbwerte aus: Verglichen mit dem vierten Quartal 2015 schrumpft der durchschnittliche Warenkorb um etwa 10 Prozent. Dabei werden über das Tablet Waren im Wert von 113 € bestellt, über den PC für 102 €. Smartphone-Nutzer kaufen im Schnitt nur für 72 € ein.