MOBILE

Carat prognostiziert Höhenflug für mobile Werbung

4. April 2016 (ft)
BIld: Alexander Potapov Dollarphotoclub.com

Mobile Werbung befindet sich in Deutschland im Höhenflug. Im laufenden Jahr sollen die Werbeausgaben in diesem Bereich in Deutschland um 46,5 Prozent steigen, im folgenden Jahr immerhin noch um 36 Prozent. Die klassischen Werbeformen, wie TV-, Kino- und Außenwerbung können ebenfalls Wachstum verzeichnen, bleiben jedoch im einstelligen Bereich. Dies zeigt der jüngst veröffentlichte Adspend Forecast des Mediaagenturennetzwerks Carat, der die Werbeausgaben für das laufende, so wie das kommende Jahr prognostiziert.

Bisher macht Fernsehwerbung mit 33 Prozent den größten Teil Anteil der Werbeausgaben in Deutschland aus. Doch mit dem rasanten Wachstum im digitalen Bereich steht die Branche vor einem Wandel. Bereits im kommenden Jahr sollen nach Angaben von Carat die Ausgaben für digitale Werbung in Deutschland um 6,7 Prozent steigen und mit 31,6 Prozent Marktanteil auf die TV-Werbung aufschließen.

Bild: Carat Presse Christopher Samsinger

Diese Entwicklung ist nach Christopher Samsinger, CEO von Carat Deutschland, in großem Maße dem Bereich Mobile geschuldet: „Die breite und starke Nutzung des mobilen Web und der digitalen sozialen Netzwerke in unserer Gesellschaft verändern den Media-Mix sukzessive. 2018 werden wir in Deutschland mehr Geld für digitale Werbung ausgeben als für das klassische Fernsehen. Bewegtbildwerbung hat sich mittlerweile vom linearen Fernsehen emanzipiert und zum Wachstumstreiber auf YouTube, Facebook und anderen digitalen Plattformen entwickelt.“

Auch international führt im digitalen Bereich das Segment Mobile das Wachstum in diesem wie im letzten Jahr weiterhin an.

Quelle: Carat Adspend Forecast Digitale Adspendings international. Quelle: Carat Adspend Forecast

Ähnlich stark wie der mobile Bereich entwickeln sich auch die Umsätze, die auf programmatische Art und Weise gehandelt, geplant und eingekauft werden. Carat erwartet, dass in diesem Jahr 36,4 Prozent mehr Ausgaben über Programmatic Advertising zustandekommen, 2017 soll dieser Bereich um 28,8 Prozent wachsen. „Das algorithmus- und regelbasierte Planen, Einkaufen und Aussteuern von Werbemitteln konzentriert sich in Zukunft keineswegs nur mehr auf das Segment der Online-Displaywerbung. Programmatic Advertising gewinnt zunehmend für kanalübergreifende, digitale Kampagnen an Bedeutung. Der Budgetanteil, der programmatisch eingekauft wird, wird in den kommenden Jahren deshalb stark steigen “, sagt Christopher Samsinger.