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MOBILE

Mobile: TUI Group testet cookieloses Tracking

8. März 2016 (jvr)
 Bild: robsonphoto-Dollarphotoclub.com

Ein Tracking-Testlauf von Flashtalking für den Reiseveranstalter TUI hat eine deutliche Steigerung der Messbarkeit der Conversions in mobilen Umfeldern ermittelt. Flashtalking nutzte dazu die eigene Technologielösung des Tochterunternehmens Device9. Diese ermöglicht ein Tracking der User-Journey auf mobilen Endgeräten ohne Cookies.

Die Messung mobiler Conversions, die nicht über das klassisches Cookie-Tracking erfasst werden, ist eine Herausforderung für die Marketer. Mit einer neuen„Mobile Device Recognition“ will Flashtalking nun diese Tracking-Lücke innerhalb des mobilen Kanals schließen.

„Die Consumer Journey auf mobilen Geräten findet in der Mehrheit der Fälle außerhalb der Reichweite von Cookies statt. Ein Grund, warum sich viele Werbetreibende mit Mobile schwertun, denn Reportings sind durch diese Tatsache oftmals nicht eindeutig und vollständig,“ sagt Christian Altemeier, Director Sales & Business Development bei Flashtalking. „Unsere Technologie-Lösung ist ein ideales Werkzeug für alle Werbetreibenden, denn Live Tests haben gezeigt, dass wir mit einer 98-prozentigen Genauigkeit einzelne User einer In-App Impression und einer Conversion im Mobile Web aber auch andersherum, zuordnen können.“ Die 98-prozentige Genauigkeit basiert dabei laut Flashtalking auf Vergleichstests von 8.000 stabilen Cookies.

Zukünftig mehr Geld für In-App-Werbung

Bei der TUI Group sieht man insbesondere die erhöhte Sichtbarkeit auf mobilen Geräten als Türöffner für Marketingstrategien die bisher nicht in diesen Channels umsetzbar waren. „Die Möglichkeit, dass wir jetzt unsere Kunden auf mobilen Geräten konkret zuordnen können, hat diesen Channel für uns weiter ins Rampenlicht geschoben. Wir haben in der letzten Zeit nachverfolgt, dass die Interaktion und Zeit, die Kunden in Apps verbringen rasant angestiegen ist. Das Fehlen eines verlässlichen In-App Trackings hat uns bis dato davon abgehalten zu viel Budget einfach auf gut Glück zu investieren. Die Resultate, die wir im Testlauf mit der Flashtalking-Technologie erzielt haben, geben uns die Werkzeuge in die Hand, die uns erlauben mehr in In-App Werbung zu investieren und dies in unserem Marketing-Mix mehr auszubauen“, sagt Christian Armond, General Manager für Digital Marketing

50 nicht personenbezogene Datensignale

Flashtalking, ein Rich-Media Adserver Anbieter für Advertiser und Agenturen, hatte im Herbst letzten Jahres mit der Akquisition des in Hamburg ansässigen Technologieunternehmens Device9 den Grundstein zur mobilen Geräteerkennung gelegt. Die Technologielösung lässt Cookies hinter sich, um einen User auf einem mobilen Gerät, egal ob im mobilen Web oder in einer App, zu identifizieren.

In der Regel identifizieren Standardlösungen zum mobilen Tracking eine Person als zwei User, wenn diese sich auf einem mobilen Device im mobilen Web oder in einer App bewegt. Das Resultat ist ein sehr ungenaues Bild, um die verschiedenen mobilen Touchpoints für eine Conversion zu gewichten. Flashtalking hat dieses Problem nun nach eigener Auffassung gelöst, indem mehr als 50 nicht personenbezogene Datensignale für eine Identifikation eines einzelnen Gerätes unter Beachtung aller Impressions, Clicks und Conversions analysiert werden.

Vorstufe für ein umfassendes Cross Device Tracking und Advertising

Die vorgestellte Lösung, die ein Tracking der Werbe- bzw. Marketingmaßnahmen außerhalb der eigenen mobilen App und des mobilen Web vereinfachen soll, ist die Vorstufe zu einem echten Cross-Device Tracking, das von der Werbeindustrie seit Langem eingefordert wird. Nur so können die Advertiser unabhängig von Google oder Facebook Log-In Daten ihre Werbung zielgenau und kanalübergreifend in der richtigen Dosis ausspielen. Nicht nur Flashtalking arbeitet derzeit fieberhaft an einer solchen Lösung. So soll der deutsche Multichannel Attribution Plattformanbieter exactag kurz vor dem Launch einer völlig neuen Cross-Device Tracking-Methode stehen, die ebenfalls auf Cookies verzichtet. Zudem arbeiten US-Anbieter Drawbridge an einer probalistische Tracking Methode, deren Lösung auf Kampagnendaten im Programmatic Buying beruht. Auch die Adserver Anbieter Sizmek und Adform haben sich das cookielose Device-Tracking und Advertising auf die Fahne geschrieben. Weitere Unternehmen auf diesem Gebiet sind RoqAd aus Berlin sowie Tapad und Adtruth.