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Cross-Channel-Käufe dominieren den Online-Umsatz

14. September 2015 (hc)
Illustration: Marin Software

Der Technologieanbieter Marin Software hat den „Digital Marketers Census 2015“ erhoben. Bei der Studie steht Multi-Channel Advertising im Vordergrund. So sollen laut Studie rund zwei Drittel des Online-Umsatzes inzwischen über Käufe erwirtschaftet werden, bei denen mehr als ein Online-Kanal im Entscheidungsprozess des Users eine Rolle gespielt hat. Viele Marketingabteilungen seien aber, so Marin Software, nur unzureichend auf diese Tatsache eingestellt.

Andrea Ramponi, Regional Vice President DACH bei Marin: „Die Unternehmen haben verstanden, dass sie Kampagnenplanung und -management dem Surf- und Kaufverhalten der Konsumenten anpassen müssen. Allerdings hapert es vielerorts an der konsequenten Umsetzung von kanalübergreifenden Kampagnen. Viele Maßnahmen werden noch immer nur für einen Kanal gedacht. Wer als Unternehmen in einer Cross-Channel-Welt überleben will, muss die Wechselwirkungen von Search, Social und Display verstehen und die Synergien nutzen. […] Jeder Online-Kanal hat seine Stärken und bietet für das Marketing spezifische Vorteile, Daten und Targeting-Optionen.“

Marin Software stellt im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Studie drei Handlungsanweisungen auf, die verdeutlichen sollen, wie ein Multi-Channelansatz dem eigenen Marketing zugutekommen kann.

Mit Cross-Channel-Remarketing teure Search-Keywords einsparen

Heiß umkämpfte Suchbegriffe sind teuer. Mit kanalübergreifendem Remarketing können Werbetreibende bares Geld sparen, indem sie Nutzer nach dem Klick auf die Anzeige in einer Remarketing-Liste für Suchanzeigen (RLSA) markieren und festlegen, dass ihm keine weitere Werbung in der Suche eingeblendet wird. Außerdem wird die Remarketing-Liste eingesetzt, um den interessierten Nutzer über deutlich günstigere Kanäle wie Social Media oder Display weiter anzusprechen.

Besseres Search-Targeting für markenaffine Nutzer

Nutzer, die über Social Media auf eine Website gelangt sind, zeigen eine gewisse Marken-Affinität. Für diese Zielgruppe kann man also SEA-Kampagnen auch auf generische Keywords ausweiten, ohne die Gesamt-Performance zu gefährden.

Search-Erkenntnisse für Social-Lookalikes nutzen

Mit Lookalike-Modellen lassen sich Nutzer erreichen, die den eigenen Kunden oder Websitebesuchern ähnlich sind. Auch das Suchverhalten eines Nutzers ist eine gute Grundlage, um beispielsweise in Facebook eine Custom-Audience-Kampagne zu erstellen und so neue Nutzer, die mit großer Wahrscheinlichkeit themen- und produktaffin sind, zu erschließen.