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Facebook testet CPV-Abrechnungsmodell für Videowerbung

1. Juli 2015 (sb)

Bisher wurden Videospots auf Facebook ab der ersten abgespielten Sekunde nach TKP berechnet. Mit einem neuen Berechnungsmodell verspricht Facebook seinen Werbekunden nun mehr Kontrolle bei der Planung ihrer Videowerbung. Dazu bietet das Social Network testweise die Buchung über ein Cost-per-View (CPV) an. Erst wenn der Nutzer den Werbespot für mindestens zehn Sekunden gesehen hat, wird der Spot als View abgerechnet.

Das bisherige CPM-Modell soll aber weiterhin bestehen bleiben. Mit der neuen CPV-Abrechnungsmethode will man Werbekunden nur eine weitere Option anbieten. Viele Marketer waren unzufrieden mit dem ursprünglichen CPM-Modell und wollen - wie bei YouTube und Twitter - nur für sogenannte "True Views", also wirklich angesehene Spots bezahlen. Facebook hat seinem neuen Angebot auf diese Kritik reagiert, empfiehlt allerdings weiterhin die ursprüngliche CPM-Modell für reichweitenstarke Brandingkampagnen.

Youtube arbeitet schon seit 2012 mit mehreren Abrechnungsmodellen, darunter auch einem CPV-Modell. Die Advertiser zahlen nur, wenn User eine Anzeige nicht nach fünf Sekunden abbricht und den Spot ganz oder für mindestens 30 Sekunden gesehen hat. Bei Twitter werden nur Spots berechnet, die länger als drei Sekunden gesehen wurden.