MOBILE

Mobile Videonutzung geht durch die Decke

8. Mai 2015 (hc)

Adobe hat seinen „Inaugural Video Benchmark Report“ veröffentlicht, der auf eine Analyse von 191 Mrd. Videoabrufen basiert. Darin stellen die Analysten die These auf, dass bereits 2016 Mobile in puncto Videoabrufzahlen das stationäre Internet überholen wird. Zur Zeit ist mobile Werbung aufgrund ungünstiger Darstellung oft noch preiswerter. Das soll sich, glaubt man Adobe, rasant ändern. Aber auch im stationären Bereich soll Video stark zulegen.

Grafik: Adobe ADI Geschätzte Entwicklung der Videoabrufe bei Desktop und Mobile

Vor allem mobile Engeräte mit größerem Bildschirm, wie etwa das Iphone 6, hatten zuletzt für gestiegene Videoabrufe Zuwächse gesorgt. Größere Screens wären laut der des Reports auch dafür verantwortlich, dass die Nutzer immer längere Videos betrachten, auch auf dem Smartphone. Smartphone Nutzer würden im Durchschnitt um 24 Prozent mehr Zeit für Mobile Video opfern als noch im Jahr zuvor. Im Vergleich zum Vorjahr sei der Anteil der Video Views mit dem Smartphone um 75% gestiegen und macht nun einen Anteil von 14% aller Online Video Views aus. Beim Tablet stiegen die Video Views um 50% auf einen Gesamtanteil von 12 Prozent.

Diese veränderte Mediennutzung hat auch Auswirkungen auf die digitale Werbung.„Es gibt keinen Zweifel, mobile Endgeräte entwickeln sich zu den besten digitalen Werbeumfelder", sagt Tamara Gaffney, Chefanalystin bei Adobe Digital Index (ADI). Wir beobachteten bereits dass die CPC-Preise aufgrund der größeren Screens steigen. Aus Sicht der Publisher haben diese Geräte große Vorteile bei der Vermarktung von Content. Dasselbe gilt nun für Video. Die Nutzer schauen viel mehr Videocontent, die größeren Screens sorgen auch dafür, dass die Menschen die Videos eher bis zum Ende schauen“, so Gaffney.