MOBILE - Deutsches Kaufda-Modell soll Schule machen

Axel Springer investiert weiter in US-Einkaufsplattform Retale

4. Mai 2015 (sb)

Die mobile, standortbasierte Plattform Retale hat heute eine Finanzierung über weitere 12 Millionen Dollar durch ihren bisherigen Investorenkreis bekanntgegeben. Zu den Geldgebern gehört die Axel Springer SE, die dabei den größten Anteil hält. Retale verbindet rund 3,5 Millionen Verbraucher mit stationären Einzelhändlern, basierend auf dem deutschen Kaufda-Geschäftsmodell.

Die Finanzierung für Retale ist Teil einer insgesamt 18 Millionen US-Dollar umfassenden Investition der Gesellschafter in die Bonial.com Group, zu der auch Retale gehört. Die Bonial Gruppe bietet eine Werbelösung für den Einzelhandel in Web und Mobile. Axel Springer hatte bereits im März dieses Jahres angekündigt, weiter in die internationale Expansion der Bonial.com Group, insbesondere in den USA, investieren zu wollen.

„Die Investition von Axel Springer in Retale unterstreicht das außerordentliche Wachstumspotential der Gattung wie auch unsere besondere Kompetenz, dieses Potential mit unserer Plattform zu heben,“ sagt Pat Dermody, Geschäftsführerin von Retale. „Handelsprospekte werden zunehmend digital genutzt. Das zusätzliche Kapital ermöglicht uns, das Unternehmen den Anforderungen von Nutzern und Händlern anzupassen.“

Retale soll Händlern eine Möglichkeit bieten, Prospektleser zu erreichen, die von Print zu Digital wechseln. Ebenso will die Plattform die neue Generation stationärer Käufer ansprechen, die sich vor dem Einkauf per Smartphone oder Tablet informiert. Alle Informationen sind standortbezogen und helfen dem Nutzer, das passende Angebot in einer Filiale in der Nähe zu finden. Seit dem Launch im Oktober 2013 hat Retale nach eigenen Angaben ein Wachstum von mehr als 3,5 Millionen Nutzern verzeichnet.