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Sichtbarkeit von In-App-Werbung liegt bei 80 Prozent

23. April 2015 (hc)

Integral Ad Science (IAS), Anbieter für die Überprüfung von Werbeplatzierungen und Markensicherheit, hat heute seinen Media Quality Report für das erste Quartal 2015 vorgelegt. In diesem Report liefert Integral zum ersten Mal Bewertungen zur In-App-Viewability sowie Messwerte der Media-Qualität in Bezug auf den deutschen Markt.

Eigentlich sollte man annehmen, dass Werbemittel in Apps immer für den Nutzer sichtbar sind. Laut dem US-Branchenverband Media Rating Council würden In-App ausgelieferte Impressions generell als sichtbar eingeschätzt, was offenbar nicht richtig ist. Laut IAS seien nur 80 Prozent der In-App-Anzeigen sichtbar. Das Unternehmen hat für die Studie 35 mobilen In-App-Werbekampagnen im ersten Quartal 2015 analysiert und knapp eine Milliarde mobile In-App-Impressions gemessen. IAS plädiert daher für fundierte Standards zum Nachweis der Sichtbarkeit von In-App-Werbung.

Erstmals bietet der aktuelle „Media Quality Report“ Werte zu Ad Fraud, Viewablity und Brand Risk für Märkte außerhalb der USA, so auch für den deutschen Markt. So liegt die Viewability in Deutschland zurzeit bei 42,3 Prozent, in Großbritannien liegt sie bei 51,8 Prozent. Ad Fraud macht in Australien 8,7 Prozent aus, während es in Großbritannien 12,9 Prozent sind.

Brand Risks by Category. Quelle: Integral Ad Science.

In Bezug auf Deutschland zeigt sich, dass der Anteil an Ad Fraud, sprich der betrügerische Umgang mit Werbeanzeigen, bei 11,2 Prozent liegt und sich damit unterhalb des US-Niveau (16,5 Prozent) befindet. Auf globaler Ebene rangiert Deutschland hinsichtlich des Brand Risk mit 17,4 Prozent direkt hinter Australien mit 17,7 Prozent. Der Risikoanteil für Marken in der Online-Landschaft ist vergleichsweise moderat.

Olaf Mahr, Managing Director DACH bei Integral Ad Science: „Wir werden weiterhin wichtige Angaben zur Messung der Media-Qualität bereitstellen und dadurch einen Blick in das Innenleben der Werbebranche gewährleisten. Die Tatsache, dass wir jetzt auch mobile In-App-Viewability messen, soll der Branche zeigen, dass man nicht einfach annehmen kann, dass Werbeanzeigen plattformunabhängig sichtbar sind. Es ist wichtig für die Branche, weiter zu kooperieren, um gemeinsam verbindliche Standards zu schaffen.“

Die gesamte Studie finden Sie hier:Media Quality Report - Q1 2015