SEARCH MARKETING - Global Digital Advertising Report

Bing wird für Werbetreibende immer interessanter

16. Oktober 2014 (hc)

Adobe hat seinen „Global Digital Advertising Report“ für das dritte Quartal 2014 veröffentlicht. Die Ausgaben für Suchmaschinenwerbung sind demnach im Jahresverlauf weltweit um 22 Prozent gestiegen. In Europa erfuhr der SEA-Markt sogar ein überdurchschnittliches Wachstum von 32 Prozent. Die CTR stieg in der gleichen Zeit um 18 Prozent. Großer Gewinner im SEA ist Microsofts und Yahoos Suchmaschine Bing. Die Einnahmen sind weltweit innerhalb eines Jahres um satte 39 Prozent (In Europa sogar 46 Prozent) gestiegen. Die Werbeausgaben auf Google legten im Vergleich dazu weltweit “nur” um 13 Prozent zu (In Europa 32 Prozent).

Ein Grund für den deutlichen Anstieg in der Nutzung von Bing ist sicherlich, dass Apple inzwischen Bing als Standardsuchmaschine auf seinen Geräten vorkonfiguriert. Und auch wenn die Spendings auf Bing kräftig zulegten, Google hat mit 70 Prozent weiterhin den weltweit größten Anteil des Search-Werbekuchens inne. In Europa sind es sogar ganze 89 Prozent. Der Anteil von Bing am globalen Search Spend stieg aber innerhalb eines Jahres um 3 Prozent.

Joe Martin, senior analyst für Adobe empfiehlt sogar, Bing mit höherer Priorität zu behandeln als Google: “Because of this finding, we think marketers should optimize campaigns on Bing first, so they are getting the higher-quality traffic, and then move to Google for the bulk of the traffic.”

Anteil an allen Browserweiterleitungen. Blau: Unterhaltung, orange: Einzelhandel, grau: Gesamter US-Traffic. Grafik: Adobe.
Bing bringt den höchsten Umsatz pro Visit, vor Google und Faceboo. Grafik: Adobe

Mehr Geld als mit herkömmlichem SEM verdient man bei Google aber inzwischen mit den sogenannten “Product Listing Ads” (PLAs), ehemals Google Shopping. Um stolze 35 Prozent legen innerhalb eines Jahres die Ausgaben Googles PLAs zu.

Die Medien- und Unterhaltungsbranche ist besonders aktiv auf Facebook. So steigt die Zahl der Posts um 100 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Interaktionen auf Facebook im Einzelhandel legten im Jahresverlauf um 13 Prozent zu.

Auch der über Twitter generierte Traffic auf Retail-Webseiten nimmt um 52 Prozent zu.

Der Index basiert auf der Auswertung von über 1 Milliarde Ad Impressions und mehr als 300 Milliarden Facebook Post Impressions, die über die Adobe Marketing Cloud getätigt wurden.

Die vollständige Untersuchung unter dem folgenden Link verfügbar (Direktlink auf PDF): Digital Advertising Report Q3 2014