ONLINE VERMARKTUNG

VDZ will Premium definieren

19. März 2013 (stg)

Mit weit über 1.100 Online-Werbeträgern in Deutschland ist die Auswahl der Werbeträger im Online-Markt komplex. Deshalb will der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) in Zusammenarbeit mit deutschen Digital-Vermarktern und Website-Betreibern einen neuen Werbeträger-Qualitätsstandard entwickeln, der sich an 16 Kriterien orientiert.

Was ist Premium Content? Diese Frage beschäftigt schon lange die Online Vermarktung. Nun will der VDZ mit einem eigenen Gütesiegel Klarheit schaffen. „PrimeSite ist ein Gütesiegel für Top-Online-Werbeträger. Als Differenzierungskriterium in der Mediaplanung etabliert das Gütesiegel das Qualitätsniveau als wichtigstes Argument für Werbewirkung“, kommentiert Patrick Fischer, Director Digital bei Burda Intermedia Publishing und Leiter der AG Premium Sales im VDZ.

Das PrimeSite-Siegel soll Werbungtreibenden und Agenturen folgendes garantieren:

  • Hochwertiges Werbeumfeld
  • Erstklassige originäre Inhalte
  • Loyale User mit bekannten und ansteuerbaren Nutzerprofilen
  • Professionelle Vermarktung mit „State of the Art“ Werbemöglichkeiten
  • Hohe Datensicherheit

Von diesen, durch die definierten Qualitätskriterien aus der Masse herausgehobenen Online-Werbeumfeldern, profitiere die eingebettete Werbebotschaft, heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung des VDZ. Für die Siegel-Vergabe werden die Websites auf 16 Einzelkriterien geprüft: 

  • 1: Traffic-Anteil redaktioneller Content
  • 2: Traffic-Anteil Local-Listen
  • 3: Journalistisches Produkt
  • 4: Aktualität
  • 5: Relevanz
  • 6: Datenschutz
  • 7: Viewtime pro PageImpression
  • 8: Formatcluster
  • 9: Exklusivität
  • 10: Targeting-Varianten
  • 11: FC bei Overlays
  • 12: Polite Advertising
  • 13: Video-Content (redaktionell)
  • 14: Studienteilnahme
  • 15: Crossmedialität der Medienmarke
  • 16: Image und Beurteilung des Werbeträger

Die 16 Einzelkriterien basieren auf Marktdaten wie beispielsweise die bewährten AGOF internet facts, IVW-Zahlen sowie Ergebnissen aus Field und Desk Research, der als neutrale Messstelle fungierenden Forschungs- und Beratungsagentur d.core. Angaben der Publisher bzw. Website-Betreiber werden ebenfalls berücksichtigt. Jede Website in Deutschland, die diese Angaben bereitstellt, kann sich um das PrimeSite-Gütesiegel bewerben.

Alexander v. Reibnitz

Alexander v. Reibnitz, Geschäftsführer Anzeigen und Digitale Medien im VDZ und Co-Leiter der AG Premium Sales stellt fest: „Bereits über 65 Websites haben sich zur 1. Messung angemeldet, die 50% der deutschen Internet-User (insgesamt 34,6 Mio Unique User) erreichen. Das ist ein großer Erfolg und ein wichtiger Schritt zu mehr Leistungstransparenz im Online-Werbemarkt.“ Die Ergebnisse will der VDZ Anfang Mai veröffentlichen.