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Facebooks Börsenkurs hat sich halbiert. Der Euphorie bei Handelsbeginn der Aktie dürfte Ernüchterung gewichen sein. Die Aktie sank am Donnerstag auf seinen bisherigen Tiefstand von 19,69 Dollar. "Don’t believe the hype" rufen nun die Unversehrten und Skeptiker wiederholen die Kritikpunkte an dem Geschäftsmodell: Kein Konzept für Mobile, undurchsichtige Wachstumspläne. Dabei hat Facebook in letzter Zeit einiges getan.

Bereits zum Handelsstart in New Yorker vor drei Monaten mahnten Kritiker, dass der Kurs weit überschätzt sei. Die Kritiker fühlen sich nun bestätigt. Der Börsenwert von Facebook hat sich halbiert. Gestern erreichte der Facebook-Kurs den absoluten Tiefstand von 19,69 Dollar. Vermutet wird, dass der Einbruch zustande kam, weil die Haltefrist für 271 Millionen Aktien von Altanteilseignern auslief. Damit ist das Volumen von Facebook-Aktien von zuvor 421 Millionen um 60 Prozent gewachsen. Bereits vor dem Kurscrash war der Facebook-Kurs unbeständig. Durchschnittlich schwankte er täglich um ca vier Prozent – meistens nach unten.

Kritiker haben bisher kaum erwähnt, dass Facebook nicht tatenlos zusieht, wie seine Zukunft zersägt wird, sondern in letzter Zeit gleich mehrere Veränderungen bekannt gegeben hat. Für Mobile ermöglicht das Soziale Netzwerk gezielte Ansprache von Mobil-Usern sowie durch das neue App-Zentrum gezielte Installation von Apps.

Mit der neuen Option gesponsorte Meldungen unabhängig von anderen Platzierungen einzukaufen, lasse sich zwischen Mobile- und Desktop-Usern unterscheiden. Advertiser können nun gezielt Kampagnen auf Mobile User aussteuern und so nicht nur Streuverluste verringern, sondern auch Geomarketing oder lokales Couponing einsetzen. Auch auf Mobile-User zugeschnitten ist das App-Zentrum. Über diesen Button auf der Startseite lassen sich gezielt Programme direkt fürs Handy downloaden.

Zwei weitere Änderungen könnten zusätzliches Geld einbringen. Zum einen die undurchsichtige Ankündigung künftig auch Ortsseiten offiziell zu vermarkten und zum anderen der Einstieg in den automatisierten Datenhandel. Mitte Juni überraschte Facebook mit seiner Bekanntgabe, das eigene Inventar sehr bald auch in Deutschland für den dynamischen Mediahandel über Realtime Bidding (RTB) anzubieten.



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