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Adobe Report bestätigt Potenzial von Videowerbung

18. April 2012 (ts)

Dass bewegte Bilder faszinieren ist nicht neu. Dass Bewegtbildwerbung bald einen ähnlichen Wirkungsgrad wie TV-Werbung bekommen könnte, dagegen schon. Laut einem Report von Adobe gleichen sich TV-Werbung und Online-Videowerbung an. Die wichtigsten Ergebnisse in Kürze: Zuschauer zeigen während live Online-Events und Mid-Roll Werbepausen das größte Interesse an Werbung. Tablet und Smartphone User schauen überdurchschnittlich häufig eine Videoanzeige auch zu Ende.

Der Report zeige, dass die Betrachtungshäufigkeit von Online-Videowerbung zunehmend mit der von traditioneller TV-Werbung übereinstimme. Verglichen mit den Daten aus den ersten sechs Monaten des Jahres 2011 gab es eine Zunahme bei der durchschnittlichen Anzahl der Video-Ads pro Content-Stream bei professionellen, langen Videofilmen. Zudem erreichte die Rate derjenigen, die ein VideoAd zu Ende schauten (Completion Rates) ein Rekordniveau.

Der auf aggregierter, anonymen Datenerhebung basierende Report erscheint halbjährlich und verwendet die Daten der letzten sechs Monaten. Die Stichprobe umfasst 2,5 Milliarden Ad Impressions aus Adobe Auditude, einer Plattform für Videowerbung und Schlüsselkomponente von Adobes Project Primetime.

„Marktforschungen zufolge könnte die Anzahl der Personen, die sich Videoinhalte online ansehen, während der nächsten fünf Jahre um 50 Prozent steigen“, sagt Jeremy Helfand, Vice President Monetization bei Adobe. „Ein Großteil von ihnen wird dazu vernetzte Geräte wie Tablet-PCs, IPTVs oder Smartphones nutzen. Die neuen Daten zeigen, dass für Medienunternehmen und Content Owner ein großes Potenzial in der Budgetausweitung von traditioneller TV Werbung hin zu digitalen Videos liegt.“

Die wichtigsten Ergebnisse des Reports:

  • Mid-Roll Video-Ads zähle nach wie vor zu den beliebtesten Online-Werbeplätzen und übertreffe die Completion Rates von Pre-Roll und Post-Roll Anzeigen. Mit einer Completion Rate von 87 Prozent übertreffe Mid-Roll Anzeigen Pre-Roll Werbung um fast 30 Prozent. Diese Platzierung ist am ehesten vergleichbar mit traditionellen TV-Werbepausen und verdeutliche die Bereitschaft der Zuschauer, Werbung in TV-Qualität online anzusehen.
  • Die Completion Rates für mobile Geräte seien mit 94 Prozent die höchsten. Dieses Ergebnis weise darauf hin, dass die Nutzer mobiler Geräte eher daran interessiert seien, sich unterwegs Werbung im Austausch für Inhalte anzusehen.
  • Live Content führe nach wie vor zu den höchsten Interaktionsraten, im Vergleich zu Video-On-Demand (VOD) Inhalten. Die Completion Rate von Videoanzeigen in Live Content erziele jetzt 85 Prozent – fast ein Viertel (23 Prozent) mehr, als Anzeigen in VOD Inhalten. Das Ergebnis lasse vermuten, dass Zuschauer befürchten bestimmte Inhalte zu verpassen, wenn der Live Event vorüber ist, und dass sie daher eher während der Werbepausen dran blieben.
  • Durchschnittlich 5,5 Video-Anzeigen würden derzeit im Rahmen längerer professioneller Inhalte gezeigt. Mit einer durchschnittlichen Completion Rates von 70 Prozent seien die Zuschauer gewillt, eine insgesamt größere Zahl von Werbeanzeigen im Austausch für professionellen Content anzusehen. Die Completion Rate von Anzeigen in professionellen Inhalten sei mit 76 Prozent höher, als die von User-Generated Content (UGC) mit insgesamt 63 Prozent – Indiz dafür, dass professioneller Content die Zuschauer eher fessle.
  • Die Mehrzahl sogenannter Overlay-Anzeigen würden nach wie vor im Rahmen von UGC gezeigt, während der größte Teil der linearen Anzeigen in professionellen Inhalten erschienen.