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Die fünf häufigsten Abo-Shop Fehler der Verlage

29. März 2012 (rr)

Die Karlsruher Unternehmensberatung Racon Network, deren Kernkompetenz im Bereich Dialogmarketing liegt, hat festgestellt, dass viele große Verlage ihre auf der Homepage eingebundenen Abo-Shops nicht richtig pflegen. In ihrem Blog weisen die Berater auf die fünf häufigsten Fehler hin und geben wichtige Tipps.

*1.Schlechte Auffindbarkeit:* Damit der Abo-Shop schnell gefunden und mit nur wenigen Klicks erreicht werden kann, raten die Experten von Racon ihn gut ersichtlich und prominent auf der Homepage abzubilden und mehr als einen Weg dorthin anzubieten. Zum Beispiel über einen Link in einem Reiter innerhalb der Hauptkategorien und weiteren Links und Bannern auf der Seite und auf Rubrikseiten. Auch das redaktionelle Umfeld sollte optimal genutzt werden, ebenso Off-Site-Retargeting Kampagnen.

2. Keine ansprechende Präsentation/Gestaltung des Abo-Angebots: Für Racon ist eine ansprechende Abo-Darstellung übersichtlich gegliedert, zeigt alle Abo-Angebote auf einen Blick und erklärt diese in angemessener und verständlicher Weise. Da das Angebot nicht überladen wirken dürfe, seien überflüssige Infos ebenso zu streichen wie Ablenkungsmanöver in Form von einfliegenden Werbebannern. Wichtig sei zudem die Möglichkeit, das Abo sofort zu bestellen.

3. Mangelhafte Prämiendarstellung: Eine gute Layoutgestaltung ist nach Ansicht der Berater auch für den Bereich der Abo-Prämien sehr wichtig. Denn diese sollten den Kunden einen Anreiz zur Bestellung eines Abos geben. Ebenso sollte man sich fragen, ob ein Warenkorb Sinn mache. Für Unternehmen mit einem großen Angebot, bei denen das der Fall ist, rät Racon zu einer integrierten Bestellfunktion bei den Produktdetails.

4.Komplizierter Bestellprozess: Für den Bestellprozess insgesamt rät das Unternehmen zur Einfachheit. Der Bestellvorgang sollte möglichst wenig Pflichttext oder sonstige ablenkende Infos enthalten und auch möglichst keine Werbeanzeigen. Auswahl und Bestellung sollten innerhalb von maximal drei Klicks erfolgen. Der Kunde sollte zwischen allen modernen Zahlungsmöglichkeiten wie z.B. BEZ, Rechnung, Kreditkarte und PayPal wählen können.

5. Fehlender Kundenservice: Ein guter Kundenservice sollte nach Meinung von Racon den Kunden nicht belästigen, aber über alle Kanäle erreichbar sein, wenn der Kunde ihn braucht. Das Unternehmen rät zur Integration von Special-Price-Abo-Angeboten und neuen Prämien in die Social-Media-Aktivitäten. Fragen sollten zügig beantwortet werden und die Kunden sollten das Gefühl haben, dass sie wichtig sind. Die Kunden sollten im Self-Service ihre bestehenden Abonnements verwalten können.

Im eigenen Blog zeigt Racon konkrete Beispiele zu den entdeckten Fehlern. So würde die FAZ beispielsweise ihren Abo-Shop zu weit unten auf der eigenen Webseite platzieren, während der FOCUS bei seinen Abo-Prämien eine eher umständliche Scrollfunktion einsetzt. Besser scheinen es die Süddeutsche und der Stern auf diesem Gebiet zu machen; die Frauenzeitschrift Grazia zeigt hingegen kaum Ambitionen beim Abovertrieb. Aber lesen Sie selbst.