Eine neue Studie der britischen Medienaufsichtsbehörde Ofcom belegt, was eigentlich auch deutsche Smartphone-Nutzer für sich selbst herausgefunden haben müssten. Die Nutzung von Smartphones kann süchtig machen. Davon sind zumindest viele ihrer britischen Nutzer überzeugt.
Laut Ofcom, der zentralen Regulierungsbehörde für Massenmedien in Großbritannien, hat es die Briten voll erwischt. 37 Prozent der Erwachsenen und 60 Prozent der befragten Teenager glauben, dass sie hochgradig süchtig nach der Nutzung ihres Smartphones seien. Über ein Viertel der britischen Erwachsenen (27 Prozent) und die Hälfte der Teenager (47 Prozent) besitzen inzwischen ein Smartphone. Dabei haben 60 Prozent ihr Smartphone erst innerhalb der letzten 12 Monate erworben.
Mit Folgen: Denn während nur 59 Prozent der klassischen Handy-Nutzer täglich mit ihrem Gerät telefonieren, sind es bei den Smartphone-Nutzern stolze 81 Prozent. Insbesondere die Teenager würden ihre bisherigen Freizeitaktivitäten vernachlässigen. So würden 23 Prozent der Befragten deutlich weniger Fernsehen und 15 Prozent weniger Bücher (Print) lesen.
Ein weiterer interessanter Aspekt der Studie betrifft die Erwachsenen: Bei ihnen würden durch die Smartphones zusehends die Grenzen ihrer Arbeitszeit und Freizeit verschwimmen. Immer mehr von ihnen würden während ihrer Arbeitszeit mit dem Smartphone persönliche Gespräche führen. Doch bevor Arbeitgeberverbände auf die Barrikaden gehen, sollten sie ein weiteres Ergebnis der Studie berücksichtigen: Immer mehr der Befragten führen häufiger auch am Wochenende und an Feiertagen Arbeitsgespräche. 23 Prozent der Befragten gaben an, dies nun regelmäßig mit ihrem Smartphone zu tun.
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