AdJug testet Realtime-Bidding in Deutschland und Großbritannien
27. Juli 2011 (rr)Der Online-Marktplatz AdJug will das Realtime-Bidding (RTB) in Deutschland und Großbritannien vorantreiben. Daher testet das Londoner Unternehmen zurzeit in beiden Ländern Anbindungen an Demand-Side-Plattformen wie Turn, Invite Media oder AppNexus. Zudem bietet AdJug auch White-Label-Lösungen zum Aufbau eigener Private-Ad-Exchanges an.
Unter RTB versteht man das Versteigern von einzelnen Ad-Impressions für Display-Werbung in Echtzeit. Innerhalb von wenigen Millisekunden holt der versteigernde Ad-Server bei den Kunden-Adservern für jede einzelne Einblendung ein Gebot ab, wertet es aus und blendet dem Nutzer dann das Display-Ad mit den höchsten Gebot ein. Die White-Label-Lösungen sind nach AdJug-Angabe für solche Publisher interessant, die ihr Inventar nicht unkontrolliert bei großen RTB-Demand-Site-Plattformen einstellen möchten. Denn damit würden sich eigene Private-Ad-Exchanges erstellen lassen.
Aktuell werde rund 30 Prozent des AdJug-Inventars über RTB angeboten. Das Unternehmen möchte nun für eine bessere Auslastung für Publisher und einen höheren ROI für Werbungtreibende sorgen. Sei es bislang notwendig gewesen, mit verschiedenen Vermarktern zu verhandeln, zu planen und Belegungspläne zu faxen, übernehme jetzt die Software diese Aufgaben. Sie entscheide in Echtzeit, ob die Person auf der Seite ein Werbemittel einer Firma sehen soll, welcher Preis dafür gezahlt werden soll und spiele im Falle des Zuschlags auch das richtige Werbemittel automatisch aus.
Werbungtreibende, die am RTB teilnehmen möchten, müssen Schnittstellen zu entsprechenden technischen Plattformen wie Ad Networks, Marktplätze oder Demand-Side-Plattformen schaffen und ein Tages-, Wochen- oder Monatsbudget festlegen. Sie können außerdem bestimmen, wie viele Einblendungen des jeweiligen Werbemittels sie pro Tag haben wollen. Die Publisher im Gegenzug legen fest, welche Werbeflächen sie zu welchem Mindestpreis verkaufen wollen und verlinken die Flächen mit der RTB-Plattform.
Nach Angabe von AdJug zeigt eine aktuelle Studie der Google-Tochter Doubleclick, dass Publisher mit ihrem Inventar über RTB im Schnitt 188 Prozent mehr Umsatz als bei einer indirekten Vermarktung über Werbenetzwerke erzielen könnten. 88 Prozent der befragten Online-Mediaplaner wollten in diesem Jahr Budgets in RTB investieren.
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