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ONLINE MEDIA

Kein Plan im Mobile Marketing

27. June 2011 (jvr)

In einer gemeinsamen Untersuchung des Web Analyse Anbieters Coremetrics und dem Marktforschungsinstitut forsa zeigten sich Marketingverantwortliche stark verunsichert was den Einsatz des mobilen Kanals für die eigenen Marketingzwecke betrifft. Den meisten der befragten Marketers sei derzeit überhaupt noch nicht klar, wie der mobile Kanal optimal in den Marketing Mix eingebunden werden kann.

Für die Studie befragten die IBM-Tochter Coremetrics und forsa 100 Entscheidungsträger aus Marketingabteilungen von Handelsunternehmen und Dienstleistern mit mindestens 250 Mitarbeitern. Die Untersuchung sollte herausfinden, wie sehr Mobile Marketing heute schon in den Marketingstrategien verankert ist.

Die Ergebnisse zeigen zwar, dass die Bedeutung von Mobile Marketing kontinuierlich wachse und immer relevanter für das Marketing werde, jedoch nur die Hälfte der Befragten es in naher Zukunft in die eigene Vermarktungsstrategie integrieren. Rund 60 % Prozent zeigten Zweifel, wie man entsprechende Maßnahmen am besten umsetzt: Sie wünschen sich mehr Informationen zu Möglichkeiten und Kanälen und sehen die größte Schwierigkeit darin, die Inhalte genau an die Bedürfnisse der Zielgruppe anzupassen. Genau so mit einem Fragezeichen versehen ist für viele der Return on Marketing Investment: Lohnt sich das Engagement finanziell?

Effizient oder ineffektiv?

Auf die Frage, wie sie die Effizienz von Mobile Marketing im Vergleich mit anderen Kommunikationskanälen beurteilen, teilten sich die Meinungen. Während rund ein Drittel Mobile Marketing für deutlich effizienter hält als das über andere Kanäle, sind fast genau so viele der Meinung, dass es weniger effektiv ist. Insgesamt sind sich rund 40 % nicht sicher über den Return on Marketing Investment (ROI) und darüber, wie schnell man ihn erreichen bzw. messen kann.

Martin Döttling

Web-Analyse als Lösung?

„Das jedoch ist das kleinste Problem”, stellt Martin Döttling, Vice President Product Marketing bei Coremetrics, fest. „Während es sorgfältiger Analyse und Planung bedarf, um die richtigen Mittel und die richtigen Kanäle auszuwählen, ist es einfach, die Effizienz dieses eingeschlagenen Wegs zu messen und so auch relativ kurzfristige Anpassungen vorzunehmen. Wenn man von Anfang an die richtigen Analysetools am Start hat, dann kann man seine Marketingmaßnahmen ganz gezielt optimieren. Mit dem richtigen Tracking – sei es Besucherströme oder Kaufverhalten – kann man Entscheidungen auf Basis tagesaktueller Werte treffen und so sein Budget zielsicher da einsetzen, wo es am sinnvollsten angelegt ist.“  

Für die IBM Tochter Coremetrics sei  Web-Analyse und Marketing-Optimierung der richtige Weg zu mehr Klarheit und Planungssicherheit, da dieses Vorgehen konkrete Nutzerzahlen zur Verfügung stelle: Zugriffe auf bestimmte Seiten oder verändertes Surfverhalten im Vergleich zum Webauftritt, tatsächlich erfolgte Einkäufe oder das Weiterempfehlen über Social Media. Zu diesen und mehr Themen bietet das Unternehmen die passenden Analyse-Tools an, zum Beispiel das vor kurzem auf den Markt eingeführte „Coremetrics Lifecycle“. „Die Umfrage zeigt, dass rund 50 Prozent der Befragten im nächsten Jahr Marketing über mobile Medien mit in den Marketing-Mix aufnehmen wollen“, so Martin Döttling.