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Facebookuser wollen sich nicht mit Marken anfreunden

5. May 2011 (sb)

Eine Studie der Frankfurter Media-Agentur Mindshare zeigt, dass Facebookuser kein großes Interesse an Werbung und Marken im Netzwerk zeigen, ihre Aktivitäten sind primär auf die Kommunikation mit Freunden ausgerichtet. Offenbar ist Markenkommunikation in sozialen Netzwerken weniger geeignet, um neue Kunden zu gewinnen, sondern eher um alte Kundenbeziehungen zu stärken.

In einem ähnlichen Zusammenhang hat eine aktuelle Studie von OMG 4CE gezeigt, dass im Social Web positive Äußerungen zu Marken eindeutig überwiegen, es werden zehnmal mehr positive Äußerungen getätigt als negative. Eine andere Einstellung scheinen die Nutzer zu Werbemaßnahmen in Social Networks zu haben.Denn die neue Mindshare-Studie besagt, dass Facebooknutzer Marken und Werbung im sozialen Netzwerk eher neutral zur Kenntnis nehmen. Nur 20 Prozent der Nutzer erwarten überhaupt eine Marken-Präsenz auf Facebook und nur ein Drittel der Befragten war Fan von Markensites, 69 Prozent davon von bis zu fünf Seiten. Um beide Studien auf einen Nenner zu bringen: Der User findet Werbung im sozialen Netz uninteressant, wenn aber gezielt über Marken kommuniziert wird, ist das vorherrschende Markenbild ein positives.

Ein Problem der Werbung über Facebook sieht Mindshare im dort definierten Verhältnis zur Marke. „Eingeführte Begrifflichkeiten wie Freund oder Fan sind für die Markenbeziehung eher irreführend, da eine wesentlich stärkere Beziehung suggeriert wird als in der Regel tatsächlich vorliegt“, so Christian Franzen, Geschäftsführer der Forschungsunit ATG von Mindshare.

 Als Fazit rät Mindshare-Digital Geschäftsführer Thorsten Mandel den werbetreibenden Unternehmen: „Marken, die sich auf Facebook engagieren wollen, sollten vorher genau analysieren, was die User erwarten und was sie davon einlösen können“.