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ONLINE VERMARKTUNG

Das Netz wird grün

Helge Denker, 14. December 2007

Wie platziert man Online-Anzeigen möglichst nah am redaktionellen Content? Als Alternative zu Context Werbung im Google Content-Network fällt immer haufiger InText-Werbung auf. Webseiten werden automatisch gescannt und buchbare Schlüsselwörter mit grünen, doppelt unterstrichenen Werbelinks versehen, den sogenannten Hooks. Fährt der Mauszeiger über diesen Link, öffnet sich ein kleines Werbefenster, in dem neben Texten und Bannern auch zeitnah Rich-Media-Formate wie Videos gezeigt werden können. Ein Klick in das Werbefenster führt in der Regel zu den entsprechenden Landing-Pages.

Führender Anbieter dieser "InText-Werbung" genannten Lösung ist Vibrant Media (www.vibrantmedia.de), die in Hamburg ihre deutsche Niederlassung unterhalten. Die Firma wurde 2000 in London gegründet und hat weltweit über 170 Angestellte. Vibrant Medias Werbeformen, wie IntellitextVibrant InTtext und SmartAD, werden nach Angaben des Unternehmens von 115 Millionen Unique Usern gesehen. "Mit IntelliTXT, Vibrants InText-Werbung wird jedes Wort zu einer Chance für Werbetreibende, mit potenziellen Kunden zu kommunizieren", heißt es auf der Webseite. Näher kann man Content und Werbung kaum zusammenbringen.

Vibrant Media gehört in den USA zu den am schnellsten wachsenden Ad-Networks mit eigener Technologie. Jeden dritten Internetnutzer, so die Studie comscore 2007, erreicht diese spezielle Werbeform. Katharina Brandt, Senior Manager Media von Vibrant Media: "Die Akzeptanz der InText-Werbung ist sehr hoch. Im Rahmen einer Untersuchung hatten Nutzer die Möglichkeit, die InText-Werbung-Funktion abzuschalten. Nur ein User von 100.000 nutzte diese Möglichkeit." Das dürfte eine sehr optimistische Einschätzung des Unternehmens sein. Gibt man "IntelliText" mal in einer x-beliebigen Suchmaschine ein, wird man den Eindruck nicht los, als handelten die meisten Suchergebnisse von der Suche nach dem "Aus"-Knopf.

Aber auch deutsche Webseiten sehen durch IntelliText-Werbung eine zusätzliche Erlösquelle, unter anderem findet man die Werbeform bei Chip.de, SportBILD.de, AutoBILD.de, Amica.de, n-tv.de und der Finanzwebseite Ariva.de. Vibrant Media hat die IntelliTXT-Technologie, auf der IntelliText-Werbung basiert, selbst entwickelt und hostet auch alle Ads selbst. Auf diesem Weg können diese ohne Zeitverzögerung eingespielt werden. Wie bei Online-Werbung üblich, kann der Kunde oder die Agentur ein tägliches Limit vergeben, bis zu der Werbung ausgespielt werden soll. "Ist die gewünschte Zahl der Klicks erreicht, blendet das System automatisch Werbung von einem anderen Kunden ein", erklärt Katharina Brandt. Auch ist es möglich, dass Werbekunden bestimmte Webseiten aus einem Channel, zum Beispiel "Automotive", ausschließen. Das Portfolio selbst gibt Vibrant Media nicht heraus. Der Kunde zahlt für die Werbung eine CPM - auf Basis einer Cost per Click-Pauschale (CPCM = Kosten pro tausend Impressionen). Der CPC steht in Abhängigkeit zu dem gewählten Format, dem Channel und der gewünschten Zielgruppe. CPMs basieren auf dem aktuellen verfügbaren Angebot und der ausgewählten Unterkategorie.

Vibrant Media setzt im Vertrieb auf den persönlichen Kontakt und arbeitet nicht mit "Anzeigenautomaten", über die Werbung gebucht wird, sondern mit einem Team von Vertrieblern, die Agenturen und Kunden beraten. Das Konzept "Persönlicher Kontakt statt Interface" ist erfolgreich. Die Nachfrage nimmt, auch in Deutschland, stark zu. Besonders Video-ADs sind in jüngster Zeit stark gefragt, vorzugsweise im Bereich Branding. Besonders gut lief in jüngster Zeit ein Axe-Werbespot, der mit witzigen Inhalten viel Aufmerksamkeit und Klicks auf sich ziehen konnte. "Der Anstieg der Nachfrage ist über alle Werbeformate verteilt, wobei Video derzeit am stärksten zunimmt", erklärt Katharina Brandt.
Die jüngste Werbeform, "IntelliTxt Vibrant Video" genannt, wird derzeit zum Beispiel viel für Kinowerbung, Musikvideos oder Werbespots eingesetzt. Da der User die Werbung selbst aktiviert und dies auch sehr schnell lernt, ist die Akzeptanz vergleichsweise deutlich höher, als bei eingebundenen, flashbasierten Video-Ads, die einfach mit Ton gestartet werden, ob der User sie nun sehen will oder nicht. IntelliTxt Vibrant Video sei eine Kombination von content-relevanter Werbung mit der Brandingwirkung eines Werbespots. Damit werden weltweit über 250 Millionen Werbespots pro Monat im gesamten Internet ausgeliefert.

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