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MEDIA

Werbewert durch Vollauslastung: Fitnessstudios als junger High-Impact-Touchpoint

Matthias Pradl, 11. Dezember 2025
Bild: Jelmer Assink – Unsplash

Die Fitnessbranche hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert – und damit auch ihr Wert für die digitale Medienplanung. Besonders Millennials und die Gen Z nutzen Fitnessstudios heute so intensiv wie keine andere Altersgruppe. Für Data-Driven-Advertising entsteht dadurch ein Umfeld, das jung, mobil, frequenzstark und gleichzeitig messbar ist.

Die Public & Private Screens 3.0 Studie der IDOOH-Academy zeigt es ganz klar: Indoor-Screens gehören zu den Touchpoints mit der höchsten Präsenz junger Zielgruppen. In Fitnessstudios liegt der Anteil der 14- bis 29-Jährigen deutlich über dem Durchschnitt vieler anderer DOOH-Umfelder – ein klarer Indikator für die Relevanz dieses Ortes im Kontakt mit den jungen, digitalen Generationen.

Millennials: Gesundheit als Lebensstil und als konstanter Medienmoment

Millennials verbinden Fitness mit einem ganzheitlichen Gesundheitsansatz: körperliche Aktivität, mentale Balance, Stressreduktion und Gemeinschaft gehören für sie zusammen. Sie integrieren Training fest in ihren Alltag – oft mehrmals pro Woche.

Damit entstehen regelmäßige, ritualisierte Aufenthaltsmomente im Fitnessstudio, die aus medienplanerischer Sicht besonders wertvoll sind: hohe Wiederholungsfrequenzen, längere Verweildauern und eine klare Fokussituation. Hinzu kommt die technologische Affinität dieser Generation: Wearables, Apps und datengetriebene Trainingsmethoden prägen ihren Alltag. Entsprechend hoch ist die Akzeptanz datenbasierter, kontextuell eingebetteter Kommunikation.

Generation Z: Training als Produktivitätstreiber und sozialer Raum

Die Generation Z verstärkt diese Entwicklung noch. Für viele zählt Training nicht nur zur körperlichen Fitness, sondern zur mentalen Stabilität, Konzentrationsfähigkeit und täglichen Produktivität. Studien zeigen, dass der Gang zum Fitnessstudio und der damit verbundenen körperlichen Optimierung, inzwischen zu den wichtigsten Ausgabenprioritäten dieser Gruppe gehört.

Zudem wird das Fitnessstudio für die Gen Z zunehmend zu einem sozialen Raum – ein Ort, an dem man Freunde trifft, sich vernetzt und sowieso oft an Gruppenformaten teilnimmt. Diese Mischung aus Routine, sozialem Austausch und hohem Fokus macht Fitnessstudios zu einem sehr aufmerksamkeitsstarken Umfeld für Werbebotschaften, die situativ und authentisch wirken sollen.

Fitness als neuer Kommunikationsraum

Für Millennials und Gen Z ist Fitness ein Lebensbereich, der Routine, digitale Elemente und soziale Interaktion verbindet. Für Marken wiederum entsteht hier ein Umfeld, in dem junge Zielgruppen regelmäßig und in positivem Mindset erreichbar sind – und der gleichzeitig datengetrieben messbar und programmatisch aktivierbar ist.

Damit haben sich Fitnessstudios von einem bislang eher unterschätzten zu einem mittlerweile strategisch wertvollen Baustein im modernen, digitalen Media-Mix entwickelt: jung, datenreich, aufmerksamkeitsstark – und relevanter, als es die Mediaplanung vieler Marken derzeit abbildet.

Datengetriebene Werbewirkung im Fitnessumfeld

Während Fitnessstudios im Konsumalltag längst etabliert sind, werden sie in der Mediaplanung noch häufig unterbewertet. Dabei bietet gerade dieses Umfeld Eigenschaften, die Werbung im digitalen Außenwerbemarkt besonders wirkungsvoll machen:

  • Kontextuelle Relevanz: Nutzer befinden sich in einer physischen, fokussierten Situation – ein klarer Vorteil gegenüber flüchtiger mobiler Nutzung.
  • Zielgruppenqualität: Junge und mobile Zielgruppen gehören laut IDOOH zu den wichtigsten DOOH-Treibern. In der Touchpoint-Auswertung liegen Fitnessstudios klar im oberen Bereich der Umfelder, die besonders stark von 14–29-Jährigen frequentiert werden. Durch die stetig steigende Anzahl unterschiedlicher Ausstattungsmerkmale, ob Wellness, Hyrox, Pilates oder Longevity, wird kaum eine Zielgruppe ausgeschlossen.
  • Messbarkeit: Check-in-Daten der Studios dienen als valide Grundlage für Besuchsfrequenzen und Kontaktwahrscheinlichkeiten. Damit bietet das Fitnessstudio eine fundierte Grundlage zur Mediaplanung und Auswahl einzelner Zielgruppen bis hin zu Real-Time-Data.
  • Programmatische Ansteuerbarkeit: Laut einer aktuellen Marktanalyse zu DOOH in Deutschland sind zwei Drittel aller Indoorscreens bereits an automatisierte Buchungssysteme (SSPs/DSPs) angeschlossen, insgesamt sind es rund 70.000. Auch das Fitnessumfeld zieht hier nach: Mit rund 5.500 programmatisch buchbaren Screens steigt das Inventar in diesem Bereich seit der Corona-Pandemie kontinuierlich.

Fitnessstudios positionieren sich damit also als ein datenstarkes, junges und hochrelevantes Umfeld – ein Touchpoint, der im modernen Media-Mix deutlich mehr Aufmerksamkeit verdient.

Tech Finder Unternehmen im Artikel

Bild Matthias Pradl Über den Autor/die Autorin:

Matthias Pradl ist Diplom-Sport- und Touristik-Manager und kam 2021 kam als General Sales Manager zu airtango Media. 2023 ist er in die Geschäftsführung aufgestiegen. Davor war er fünf Jahre als Senior Key Account Manager im Bereich Mobile Media Vermarktung bei Telefonica Germany tätig. Seine Karriere begann er als Guest-relation Manager im Tourismussektor, unter anderem bei der Deutschen Seerederei (AIDA Cruises). Ende der 90er Jahre wechselte er in die digitalen Medien und arbeitete im Privatradio bei 98.8 KISS FM in Berlin. Anschließend bekleidete er leitende Positionen in der digitalen Audio-Werbevermarktung, unter anderem bei Top Radiovermarktung Berlin, Energy München und RMS Düsseldorf. Es folgte eine Auslandstätigkeit bei The Radio Network New Zealand in Auckland, wo er fünf Jahre lang Kampagnen aus dem gesamten Portfolio Neuseelands führender Radiostationen und diverser digitaler Angebote für internationale Marken im South Pacific umsetzte. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland setzte er im Bereich Sport-Sponsoring crossmediale Werbekampagnen für Vereine, Verbände, Kunden und Agenturen um und erweiterte das Vermarktungsportfolio für das DSF (SPORT1), insbesondere für die Handball-Bundesliga.

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