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Spiegel Media setzt auf Videowerbestandard VAST 4.0

10. Juli 2018 (ft)
Bild: Jakob Owens; CC0 - unsplash.com

VAST vs. VPAID – diese Debatte geistert schon seit Jahren durch die Video-Landschaft. Seit Anfang 2018setzt sich ein Zusammenschluss von Adtech-Anbietern rund um den RTL-Vermarkter IP Deutschland für den neuesten VAST-Standard ein. Mit Spiegel Media setzt nun ein weiterer großer deutscher Vermarkter mit seinem gesamten Online-Portfolio auf den Videowerbestandard VAST 4.0. Erste Live-Tests zeigen vielversprechende Ergebnisse.

In der Videowerbung ist die Kommunikation zwischen Player und Adserver eine Herausforderung. Im Gegensatz zu Standardwerbeformen, die über einen Adslot des Adservers ausgeliefert werden, müssen Video-Werbemittel über einen Player gestartet werden. Diese Kommunikation übernehmen die zwei Standards VAST und VPAID. Letzterer bot über lange Zeit hinweg mehr Möglichkeiten, die Sichtbarkeit und Interaktion mit ihren Werbemitteln zu messen. Auf Publisher-Seite war der Standard nie besonders beliebt, vor allem, weil diese Drittanbietern den Zugang zu ihrem Inventar geben müssen und durch fehlende Transparenz mehr Risiken eingehen.

„VPAID ist nicht mehr zeitgemäß“ schrieb Oliver Hülse, Geschäftsführer Deutschland bei Integral Ad Science, Anfang 2018 bei ADZINE. Nach zehn Jahren und einer starken Weiterentwicklung in der Videowerbung, würde der VPAID den heutigen Ansprüchen nicht mehr gerecht. Dennoch verwenden weltweit die meisten Publisher außerhalb Deutschlands immer noch den VPAID-Standard.

„Der deutsche Markt scheint im Vergleich zu den USA bei digitalen Standards und Lösungen immer leicht hinterher zu hängen - bei VAST 4.0 ist das anders. In den USA entwickelt, aber noch längst nicht gesetzt, stellen wir uns gemeinsam mit IP Deutschland in Deutschland und Europa an die Spitze der Bewegung“ beschreibt Dr. Oliver Vesper, Geschäftsführer smartclip und SpotX Deutschland, die Pläne seines Unternehmens.

Spiegel Media wechselt von VPAID auf VAST 4.0

Nun haben der Technologiepartner Nexx.tv, der Viewability-Tracking-Anbieter Meetrics sowie der Videospezialist Smartclip ein VAST 4.0 Ad Verification Code für den Spiegel-Videoplayer entwickelt.

Schon jetzt zeigen sich sehr gute Ergebnisse bei den Live-Tests: Bei verringertem operativem Aufwand konnte die Sichtbarkeit mit VAST 4.0 laut Aussage des Vermarkters signifikant gesteigert werden. Die Viewability-Rate liegt mit 82 Prozent beim jüngsten Spiegel Media Live-Test gut über dem Marktdurchschnitt.

Die Ad Verification-Messung nach VAST 4.0-Standard ist eine Technologielösung, die Publishern eine vollständige Inventarkontrolle ermöglicht. Der Vorteil von VAST 4.0 gegenüber dem bisher häufig genutzten Standard VPAID ist, dass durch die Entkopplung der Messskripte von der Werbemittelauslieferung und -kontrolle die Latenzzeiten und Inventarverluste deutlich verringert werden.

Zurzeit sind die Ad Verification-Messungen im Online-Portfolio für Video von Spiegel Media nur über den Viewability-Tracking-Anbieter Meetrics möglich, eine zusätzliche Integration der Angebote des US Tracking-Anbieters MOAT befindet sich in der Testphase.