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67 Prozent aller Digitalbuchungen laufen 2018 programmatisch ab

22. Januar 2018 (jvr)
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Die Marktforschungs-Publikation E-Marketer hat Deutschlandzahlen zum Programmatic Advertising herausgegeben. Demnach würden im Jahr 2018 Digitalkampagnen in Höhe von 1,44 Mrd. Euro programmatisch abgewickelt, ein Anteil von 67 Prozent.

Stimmen die Zahlen, wäre dies im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum um 29,7%. Besonders die Mobile-Werbung wird laut E-Marketer bereits vom automatisierten Mediahandel angetrieben. 59% aller Mobile-Kampagnen laufen über DSPs, SSPs und Märktplätze. Damit etabliert sich Programmatic im Mobile Bereich deutlich schneller als im stationären Werbegeschäft, wo die neuen Abwicklungstechnologien gerade in Deutschland Jahre gebraucht haben, um sich sukzessive durchzusetzen.

„Viele Publisher und Werbetreibende haben sich in Deutschland Zeit gelassen bis sie sich auf das Programmatic Geschäft eingelassen haben“, sagt E-Marketer Chefanaylistin Karin von Abrams. „ Aber dieses Jahr ist Programmatic Advertising für viele Digitalkampagnen unverzichtbar geworden. Die meisten Publisher und Werbetreibende sind nun davon überzeugt, dass die Vorteile des programmatischen Mediahandels überwiegen.“

Quelle: E-Marketer.com  » Vergrösserung

Laut E-Marketer würde Open RTB, also das offene Auktionsgeschäft, mit 52% derzeit den etwas größeren Anteil bei den programmatischen Buchungen einnehmen. Allerdings ginge der Trend leicht in Richtung Programmatic Direct. Bereits 2019 könnten Direktbuchungen über Private Marketplaces mit dem Anteil an RTB-Auktionen gleichauf liegen.

Gründe für den Bedeutungsgewinn von Programmatic Direct sind eine bessere Auslieferungsqualität und hochwertigere Umfelder. Außerdem treibenFirst Price Auctionsdie Advertiser aus den Open RTB Märkten in die Private Marketplaces (PMP).