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ECOMMERCE

Online Shops: Wer ist der Schnellste am Black Friday?

22. November 2017
Bild: Charlotte Coneybeer; CC0 - unsplash.com

Mit Black Friday und Cyber Monday vor der Tür werben viele Online Shops mit Schnäppchen um neue Kunden. Doch was wenn Kunden gar nicht lange genug auf der Seite bleiben, um die Angebote wahrzunehmen? Besonders auf mobilen Geräten hat der Einzelhandel immer noch mit zu langen Ladezeiten zu kämpfen, wie eine Zusammenarbeit der Mobile Marketing Association (MMA) Deutschland und Google zeigt.

Drei Sekunden gelten als die knapp bemessene Zeit, die ein Mobile-Nutzer an die Ladegeschwindigkeit einer mobilen Seite stellt. Wie die Analyse der MMA und Google zeigt, besteht bei vielen Unternehmen im Einzelhandel und der Reisebranche hier noch Optimierungsbedarf.

Mit Hilfe von Daten der Gesellschaft für Konsumgüter (GfK) haben Google und MMA die meistgenutzten Webseiten des Einzelhandels und der Reisebranche in Deutschland identifiziert und in unterschiedliche Bereiche kategorisiert. Für die Analyse der mobilen Geschwindigkeit wurden die URLs der 20 bis 30 trafficstärksten Homepages via www.webpagetest.org auf Basis einer 3G-Internetverbindung getestet.

Mobile – Die Problemzone

Die erstellten Leaderboards zeigen, wie schnell eine Seite zum Laden der vollständigen Ansicht braucht (blauer Balken) und nach wie vielen Sekunden das erste interaktive Element genutzt werden kann (orangener Balken).

Die meisten Seiten unter den Top5 in den verschiedenen Bereichen wie Elektronik, Kaufhäuser und Online-Handel schaffen sich zumindest in der Ladegeschwindigkeit der Seitenanzeige den Nutzererwartungen zu entsprechen oder sie sogar zu übertreffen. So verzeichnet der Online-Bücherversand buecher.de eine Ladegeschwindigkeit von 2,8 Sekunden und liegt damit sogar noch vor dem E-Commerce-Riesen Amazon (3,2 Sekunden). Die erste Interaktion auf der Seite ist jedoch erst nach 5,5 beziehungsweise 7,6 Sekunden möglich.

Im Vergleich zu den bereits auf E-Commerce-Kunden ausgelegten Portale der Online-Händler gelingt es Kaufhausketten weniger gut, für eine gute Performance ihrer mobilen Auftritte zu sorgen. Sportcheck reicht mit einer Ladegeschwindigkeit von 3,4 Sekunden mit Abstand am ehesten an die Erwartungen der Nutzer heran. Dahinter folgen, Galeria Kaufhof und Tschibo, deren mobiler Webauftritt mehr als eine Sekunde länger braucht.

Desktop – Es geht immer schneller

Auch Baqend, ein Hamburger Unternehmen mit einem Cloud-Service zur Beschleunigung des Seitenaufbaus, hat sich den Black Friday zum Anlass genommen, die Ladezeiten von deutschen Online Shops zu untersuchen.

Natürlich ergeben sich auf Grund der Geschwindigkeiten von LAN und WLAN hier wesentlich kürzere Ladezeiten der getesteten Seiten. Die umsatzstärksten Shops zeigen jedoch starke Abweichungen voneinander. Zu den Gewinnern zählt Otto. Die Seite des Online-Händlers lädt mit 0,5 Sekunden unter den getesteten Seiten am schnellsten. Zalando hingegen landet auf Platz 23 (3,3 Sekunden). Deutschlands umsatzstärkster Onlineshop Amazon erreicht mit 0,8 Sekunden den fünften Platz (0,8 Sekunden).

Die Messungen wurden am 17. November 2017 von Frankfurt aus mit dem Baqend Speed Test durchgeführt, sodass für alle Onlineangebote gleiche Bedingungen herrschten. Die Ladezeiten in Sekunden wurden in zwei Kategorien analysiert Speed Index, also Ladegeschwindigkeit für die komplette Seite, und Time to Meaningful First Paint, die Zeit bis erste Inhalte sichtbar werden.

Doch wenn es nach Baqend geht, sind auch die ohnehin schnelleren Ladezeiten auf dem Desktop noch verbesserungsfähig. Erst kürzlich hat das Unternehmen eine Lösung veröffentlicht, die es ermöglichen soll, mit der Integration von ein paar Zeilen in den Web-Code der Seite die Ladegeschwindigkeit zu erhöhen. Das „Speed Kit“ sorgt dafür, dass die Daten der Webseite auf einen Server geladen werden, der sich näher am Standort des Nutzers befindet, wodurch Latenzzeiten verringert werden sollen.

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