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ECOMMERCE - Europäische Vergleichsstudie zu Bestellwerten

Verbraucher geben pro Bestellung das meiste Geld für Reisen aus

16. Januar 2017
dollarphotoclub.com / Adobe Stock pixs4U

Pro Bestellvorgang geben die Deutschen Online das meiste Geld für Reise und Freizeit aus, gefolgt von Haushaltsartikeln und Technologieprodukten. Für Unterhaltungsprodukte wie CDs und Blurays geben die Deutschen pro Bestellung am wenigsten Geld aus. Zu diesen Ergebnissen kommt die Full-Service-Digitalagentur DigitasLBi in ihrer internationalen Studie „Connected Commerce“, für die das Marktforschungsinstitut IFOP die Einkaufswerte und Warenkörbe der Verbraucher in acht Branchen repräsentativ in 15 Ländern untersucht hat.

Die Deutschen buchen Reiseangebote - dazu zählen Bahn- und Flugtickets genauso wie Ferienhäuser oder der Pauschalurlaub - zu durchschnittlich rund 564 Euro pro Bestellvorgang. Damit liegen sie zusammen mit den Briten (538 Euro) deutlich über dem mitteleuropäischen Durchschnitt. Die geringsten Investitionen pro Einkauf werden in diesem Bereich in den Niederlanden (385 Euro), Spanien (343 Euro) und Italien (325 Euro) getätigt.

An zweiter Stelle folgen bei den Deutschen Haushaltsartikel, Elektrogeräte und Möbel. Pro Online-Einkauf werden hierzulande Waren im Wert von rund 175 Euro bestellt. Damit liegen die deutschen Käufer gleichauf mit den Niederlanden (171 Euro), aber deutlich vor Spanien (111 Euro) und Italien (107 Euro). Als Spitzenreiter in dieser Kategorie zahlen die Franzosen rund 224 Euro pro Online-Einkauf, gefolgt von den Schweden (184 Euro) und Dänen (177 Euro).

Bei Technologieprodukten geben die Verbraucher hierzulande je Online-Einkauf ebenfalls rund 175 Euro aus. Zwar liegen die Spanier (134 Euro) und die Italiener (128 Euro) noch unter dem mitteleuropäischen Durchschnitt, jedoch zeigen Briten (184 Euro), Franzosen (208 Euro), Schweden (215 Euro) und Dänen (229 Euro) deutlich mehr Bereitschaft, Technologieprodukte im Internet zu einem höheren Einkaufswert zu bestellen

Im europäischen Vergleich kaufen Spanier hingegen für rund 25 Prozent geringe Summen im Internet ein. Die Warenkörbe der Italiener liegen sogar um 28 Prozent unter den europäischen Durchschnittswerten. Nur die Dänen und Schweden geben mit einem Plus von rund 43 Prozent signifikant mehr Geld pro Online-Einkauf aus.

Kaan Karaca

„Der deutsche Online-Handel befindet sich in Europa derzeit in einer guten Position. Gemessen an unserem starken Wirtschaftsmotor erfreuen wir uns an gesunden Warenkörben, die deutlich höher als bei den südeuropäischen Nachbarn beziffert sind. Blicken wir auf den digitalen und technischen Vorsprung sowie das höhere Einkommensniveau in Skandinavien, haben wir trotz des erneut gestiegenen Umsatzniveaus noch viel aufzuholen. Deutsche Online-Händler sollten noch stärker in ihre digitale Infrastruktur investieren, so dass sie ihren Endkunden personalisierte Einkaufserlebnisse dank einer validen Datenbasis garantieren können. Dort wo sich die Kunden gut aufgehoben fühlen, lassen sich die Einkaufswerte naturgemäß steigern. Wer seine CRM- und Business-Intelligence-Systeme obendrein mit der Aussteuerung von Online-Werbemaßnahmen sinnvoll und datenschutzkonform verknüpfen kann, wird weitere Folgeaufträge und ein Umsatzplus erzielen können“, sagt Kaan Karaca, CTO von DigitasLBi in Deutschland und der Schweiz.