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SOCIAL MEDIA

Snapchat verfünffacht seine Werbeumsätze

7. September 2016 (ft)
Bild: Snapchat

Snapchat gehört längst nicht mehr zu den Newcomern unter den sozialen Netzwerken. Das macht sich nicht nur bei einem Blick auf die Nutzerzahlen, sondern vor allem auch durch die Werbeumsätze bemerkbar. Werbetreibende haben die Social Media-Plattform für sich entdeckt und sorgen dafür, dass Snapchat seine weltweiten Werbeeinnahmen bis 2018 auf 935,5 Millionen US-Dollar steigern wird.

Nach aktuellen Schätzungen des Marktforschungsunternehmens eMarketer haben sich Snapchats Werbeumsätze bereits in diesem Jahr um 519 Prozent erhöht. Bis 2018 erwartet das Unternehmen durch Werbung generierte Umsätze von 1,76 Milliarden US-Dollar.

Die eMarketer-Analystin Cathy Boyle führt die Attraktivität von Snapchat auf die große Reichweite unter jungen Millennials zurück. Snapchat habe zudem über die Jahre sein Werbeportfolio ausgebaut, um nun mehr Video Ads sowie gesponsorte Geofilter und Linsen einzubauen.

Internationaler Markt wird wichtiger

Obwohl bisher 95 Prozent der Umsätze in den USA generiert wird, soll Snapchat in den kommenden Jahren immer mehr in den internationalen Markt vorstoßen. Bis 2018 erwartet eMarketer, dass ein Viertel der Werbeumsätze außerhalb der USA gemacht werden.

Die meisten Einnahmen kommen derzeit aus dem Discover Feature (43 Prozent), welches jedoch bald von den Snapchat Stories überholt werden soll, die 37,8 Prozent des Werbeumsatzes ausmachen.

Die Konkurrenz ist groß

Auch wenn Snapchat unter den jungen Smartphone-Nutzern verbreitet ist und mittlerweile einen Anteil von 31,6 Prozent unter den Social Network-Nutzern in den USA ausmacht, gehen nur 2,3 Prozent der gesamten Werbeausgaben aus diesem Bereich an das Unternehmen. Bisher bilden Facebook und Twitter eine starke Konkurrenz, die besonders im Bereich von Targeting und Messung bereits etablierter sind. Aber auch an dieser Front arbeitet Snapchat, meint Analystin Boyle. Bisher soll das Netzwerk mit elf Analyse-Unternehmen zusammenarbeiten, um diesen Defizit anzugreifen.

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