SEARCH MARKETING

Technologieprognosen im Suchmaschinenmarketing 2016

Von Bastien Duclaux
22. Dezember 2015

Die Onlinesuche ist ein immer komplexer werdendes Feld für Marketing- und Werbetreibende. Hunderte Funktionen werden jedes Jahr bei AdWords und Google Shopping hinzugefügt, sodass die Manager von Suchmaschinenmarketing-Kampagnen mittlerweile eine Vielzahl an Tools zur Verfügung haben. Sich einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz zu verschaffen, wird nicht leichter, deshalb ist es wichtig, am Ball zu bleiben. Was sind also die wichtigsten Techtrends für das Jahr 2016?

Suchmaschinenmarketing

Eine Multi-Milliarden schwere Industrie Onlinewerbung ist inzwischen so überaus wertvoll geworden, dass Google laut einem kürzlich veröffentlichten Artikel von Search Engine Watch von insgesamt 17,3 Milliarden US-Dollar Ertrag im ersten Quartal 2015 15,5 Milliarden US-Dollar durch Werbeverkäufe eingefahren hat.

Während Onlinehändler den Mehrwert der Branche längst erkannt haben, wird es immer komplexer, das Suchmaschinenmarketing und die Anzeigen-Plattformen zu managen und profitabel zu machen. Es gibt eine stetig wachsende Reihe an Variablen, die in Betracht gezogen werden muss, will man den Wert eines Klicks in einer Suchmaschinenmarketing-Kampagne vorhersagen: Keywords, Nutzersegmente, Landingpages, das verwendete Gerät, Tageszeit, vorheriges Kaufverhalten. In der Vergangenheit haben die Vermarkter mehrmals am Tag ihre Kampagneneinstellungen und -gebote angepasst, doch Software-basiertes Kampagnenmanagement eröffnet nun ein neues Modell: „High-Frequency Bidding“.

Der Suche Flügel verleihen

Wenn Pay-per-Click (PPC) Real Time Bidding (RTB) trifft Software hat über die Jahre hinweg langsam den Aktienmarkt übernommen und „High-Frequency-Handel“ ist die Lieblingswaffe im Arsenal des Fondmanagers. Marketing-Technologie-Unternehmen haben ebenfalls seit einiger Zeit ihre eigenen Heerscharen an Software-Robotern entwickelt. Im programmatischen Werbesektor nutzen Echtzeit-Auktionsplattformen die Zielgruppensegmentierung und den Kontext, um innerhalb von Nanosekunden Werbeplätze an den Höchstbietenden zu verkaufen.

Suchmaschinen-Marketing-Plattformen haben endlich aufgeholt und bieten die modernsten Tools nun auch in Echtzeit auf AdWords und Google Shopping an. Bewaffnet mit einer fein angepassten Segmentierung sowie Daten zur Benutzerabsicht und Produkt Intelligenz, wird 2016 das Jahr, in dem sich endlich PPC und RTB treffen.

Wie sich das Suchvolumen im Jahr 2016 erhöht

Die drei folgenden Schlüsselfaktoren werden in den nächsten Jahren entscheidend für Ad-Tech und Suchmaschinen-Marketing-Kampagnen sein:

  • Die Zielgruppensegmentierung ist jetzt „die Norm“: Suchmaschinen-Marketing-Kampagnen behalten ihre Wirksamkeit nur deshalb, weil die Keywords den Werbetreibenden ermöglichen, ein Verständnis für das Online-Verhalten der Nutzer zu entwickeln. Mit zusätzlichen Segmentierungsfunktionen in der Suche über Google-RLSA, können Kampagnen nun noch einen Schritt weiter gehen und über das absichtsbasierte Verhalten hinaus auf den Nutzer abzielen.
  • Effektive Produktdaten machen den Unterschied zwischen einem missglückten und einem gelungenen Verkauf: Der Zugang zu Produkt-Trenddaten ist entscheidend. Die meistverkauften Produkte schwanken ständig und Unternehmen mit Zugang zu einer großen Menge an Einkaufsdaten haben einen Vorteil. Erweitertes Tracking erlaubt es auch, "schwache Signale“ entlang der Kaufentscheidung auf Benutzerebene zu interpretieren und dementsprechend die Kampagnen zu optimieren: Hat der Nutzer sich ein bestimmtes Produkt schon mehrfach angeschaut? Wurde das Produkt in den Warenkorb gelegt, der Kauf jedoch nicht abgeschlossen? Wie hoch ist die Affinität der Nutzer zu jener Produktkategorie?
  • Automation bedeutet, dass Bieten jetzt in Echtzeit möglich ist: Die Kombination von Suchabsicht, Nutzersegmentierung und Produktdaten ermöglicht es Werbetreibenden, direkt die besten Gebotsentscheidungen zu treffen. Die am weitesten fortgeschrittenen AdTech-Suchplattformen können ihre Gebote in Echtzeit anpassen und ihre Preismaschinen bewerten den Wert jedes Klicks auf Grundlage der prognostizierten Conversion.

Ich bin überzeugt davon, dass der Ad-Tech Erwerb und die Segmentierungswerkzeuge die Fähigkeiten und die Entwicklungsmöglichkeiten von Traffic-Managern und Agenturen erheblich erweitern. Das ist der Grund, warum wir Real Time Bidding (RTB) Funktionen zu unserem Produktportfolio hinzugefügt haben. Wir hoffen, dass unsere Kunden durch den Zusatz sowohl von der Echtzeit-Suche, als auch von der SEO profitieren werden.

Hoch qualifizierte Vermarkter können sich sicher sein, dass ihnen mehr Zeit zur Verfügung steht, um die richtigen Kampagnenziele zu definieren. Software-Roboter wickeln Hintergrund-Gebote auf ihre Suchanzeigen in Echtzeit ab, um ihre Gewinne zu maximieren, während sie sich nun in Ruhe mit kreativen Multichannel-Ansätzen einbringen und die Geschäftsstrategie steuern können. Für Vermarkter verringert sich zudem die Notwendigkeit, Umsatz -Dashboards ständig zu überwachen und unnötige Anpassungen zu machen.

Foto: Bastian Duclaux Über den Autor/die Autorin:

Bastien Duclaux hat Twenga im Jahr 2006 zusammen mit Cédric Anès gegründet mit dem Ziel, die größte Produkt- und Preissuchmaschine im Internet zu schaffen. Seit 2014 bietet das Unternehmen Akquise-Lösungen für die wichtigsten Werbeplattformen im E-Commerce, die es Online-Händlern ermöglichen, den ROI ihrer Kampagnen erheblich zu verbessern.