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Modebranche profitiert vom M-Commerce

24. September 2015 (hc)

Das Retargeting und Ad-Tech Unternehmen Criteo hat eine Studie zur Modebranche erstellt. Der „Fashion Flash Report“ identifiziert sowohl die Käuferschaft als auch die gesamte Branche als besonders mobileaffin. So werden 33 Prozent der Online-Verkäufe im Fashion Bereich weltweit über mobile Endgeräte generiert und bereits 43 Prozent der Nutzer verwenden mehrere Endgeräte für ihre Bestellung. Nach Brasilien und den USA wächst der Fashion M-Commerce in Deutschalnd am schnellsten. Zwischen dem dritten Quartal 2014 und dem zweiten Quartal 2015 sei der Absatz über mobile Geräte um 28 Prozent gestiegen.

Criteo hat für den Fashion Flash Report weltweit 278 Millionen Transaktionen bei 832 Händlern der Mode- und Luxusbranche in zwölf Ländern ausgewertet. Die wichtigsten Erkenntnisse für Deutschland sind:

Wie auch anderenorts tätigen die Deutschen die meisten ihrer Online-Modeeinkäufe am Wochenende. Dabei sind Samstage konsumstärker als Sonntage. Unter der Woche werden am Montag am wenigsten Online-Käufe getätigt, doch bis zum Ende der Woche steigen diese an.

Grafik: Criteo Fashion Flash Report Anteil mobiler Fashion Verkäufe pro Wochentag

Mehrere Endgeräte am Kaufentscheidungsprozess beteiligt

Wenn die deutschen Fashion Shopper über mobile Endgeräte einkaufen, dann tun sie das zu 55 Prozent über Tablets, wobei 43 Prozent mehrere Endgeräte (Desktop, Smartphone, Tablet) während ihres Kaufentscheidungsprozesses einsetzen.

Die Deutschen sind vor allem in der Mittagspause oder am Abend aktiv. Dabei verwenden sie tagsüber vor allem ihren Desktop und ab sieben Uhr abends ihre mobilen Endgeräte.
Shopping Apps scheinen besonders gute Absatztreiber für den M-Commerce zu sein. Denn die internationale Criteo Studie hat herausgefunden, dass über die Hälfte der Mobile Fashion Verkäufe über Apps generiert werden. Umso wichtiger seien hier Apps mit guter Usability und schnellem Seitenaufbau. Einige Apps würden bei den Anbietern so gut performen, dass sie für drei Viertel des mobilen Umsatzes verantwortlich seien.

Grundsätzlich werden die meisten Umsätze durch Bestandskunden generiert (64,1 Prozent). Die größte Gruppe der Käufer besteht aus Nutzern, die sich bereits vorher auf der Webseite Produkte angeschaut haben (58,9 Prozent). Weitere 23,1 Prozent haben sich auf der Webseite maximal eine Produktauflistung angesehen.

Grafik: Criteo Fashion Flash Report Anteil der User (rot) und des Umsatzes den diese User generieren (gelb). Zahlen aus dem US-Markt.

Was in Deutschland nach dem Klick auf eine Werbeanzeige passiert

63 Prozent der Desktop-Einkäufe folgen direkt nach einem Klick auf eine Werbeanzeige und werden noch am gleichen Tag abgeschlossen, weitere 7 Prozent am Folgetag. Wesentliche 13 Prozent der Einkäufe werden aber nicht früher als zehn Tage nach dem Klick getätigt.