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ADvendio integriert Yieldlab und DoubleClick Ad Exchange

1. Juni 2015 (jvr)
Credit: Tim Teichert Design und Kommunikation

Advendio, Anbieter eines Vermarkter-Buchungssystems für digitale Werbung, startet die Integration von Programmatic Advertising-Auswertungen in die Systeme von Yieldlab und der DoubleClick Ad Exchange. Advendio verspricht seinen Kunden detaillierte Auswertungen zu den Lieferzahlen der Supply Side Plattforms (SSP) bis hin zu Reportings auf Inventarebene. Medienunternehmen wie Ringier, Tomorrow Focus, SevenOne Media und Condé Nast setzen bereits Advendio als Order-Management System ein.

Die Auswertungen aus den SSPs und der Ad Exchange sollen direkt und ohne Medienbruch in die Anzeigenmanagement-Plattform von Advendio einfließen und den Publishern bzw. ihren Vermarktern eine Übersicht dazu geben, welcher Kunde auf welchem Kanal des Publishers bucht. Die direkt verfügbare Auswertung erlaube somit eine bessere Betreuung der Bestandskunden. Darüber hinaus seien so persönliche Angebote an Programmatic-Kunden möglich, die beim Publisher auf Grund ihres Buchungsverhaltens auch für zusätzliche, personalisierte Werbeangebote in Frage kommen.

Nach und nach werden neben dem Reporting auch weitere Prozesschritte, wie etwa eine entsprechende Mandantenabrechnung, in die Plattform integriert. „Wir bemühen uns stets, unseren Kunden ein durchgängiges System zu bieten, das kanalübergreifend ineinandergreift. Mit dem Tempo, in dem der Programmatic Markt wächst, war es für uns nur logisch auch die entsprechenden Daten in unsere Lösung einzubinden“, sagt Julian Ahrends, Geschäftsführer Product & Services von Advendio. „Viele Verlage und Publisher sind im Echtzeithandel noch im Blindflug unterwegs, weil SSP und Exchanges einfach ein weiteres Datensilo für sie darstellen und sie gar nicht wissen, wer da eigentlich bei ihnen Inventar einkauft. Der wahre Nutzen der Verknüpfung traditioneller Kampagnendaten mit Programmatic ist es bekanntlich, dass sich durch die Erkenntnisse auf einmal völlig neue Leads für das Direktgeschäft auftun können. Eine Entwicklung von der Publisher und Advertiser profitieren können.“

Das der Bedarf an einer entsprechenden Integration der Systeme im Markt vorhanden ist, glaubt auch Marco Klimkeit, CEO von Yieldlab: „Jederzeitige maximale Transparenz und Steuerungsmöglichkeiten über sämtliche Kunden, Kanäle, Kampagnen, Inventare und Zielgrößen sind ein zentraler Erfolgsfaktor in der Digitalvermarktung. Wir haben die Yieldlab-Plattform daher von Anfang an als ein für Drittanbieter offenes System entwickelt und bereits eine Vielzahl an Partnerschaften mit Technologie-Unternehmen, die unsere APIs nutzen. Wir freuen uns, dass Advendio nun als erster Anbieter für Order Management Systeme unsere Schnittstelle nutzt, um Vermarktern einen zentralen Zugangspunkt zu bieten und damit eine ganzheitliche und effiziente Monetarisierung zu ermöglichen.”

„Die Auslieferung über die Real-Time Bidding Protokolle folgt den gleichen Vermarktungsprinzipien wie die traditionelle Auslieferung über den Adserver. Daher fügen wir bei unseren Produkten beständig Funktionalitäten hinzu, die es dem Publisher erlauben, seine hochwertigen Werbeflächen unabhängig von der Auslieferungsart effizient zu verkaufen. Wichtig ist uns hierbei, den direkten Verkauf des Publishers nicht zu kannabalisieren, sondern durch effiziente Tools zu unterstützen. Natürlich gehört eine Anbindung an ein Order Management System als Voraussetzung einer Gleichbehandlung von programmatischer und traditioneller Nachfrage hinzu”, sagt Thomas Mendrina, Head of Media Publishing bei Google Deutschland.

Die Programmatic Advertising-Daten weiterer von Advendio unterstützte Ad Server und Exchanges können laut Angeben von Advendio zukünftig ebenfalls flexibel in die bestehende Plattform integriert werden. Im nächsten Schritt sei auch die Einbindung von Programmatic Direct Deals geplant, um einen durchgängigen Prozess wie schon beim klassischen Kanal abbilden zu können.