Einzelhandel gibt immer mehr Geld für Werbung im Internet aus
25. November 2014Beim Einzelhandel sind die Ausgaben für Onlinemarketing im Vergleich zum Vorjahr um 27 Prozent gestiegen. Noch hält klassisch gedruckte Handelswerbung mit knapp 55 Prozent der Werbeausgaben die Spitzenposition im Mediamix des Einzelhandels. Doch die Werbebudgets fließen zukünftig immer stärker in digitale Werbekanäle. Dem Onlinemarketing werden laut heute vorgestellten EHI Marketingmonitor Wachstumsraten von über 60 Prozent prognostiziert.
Insgesamt liegen in diesem Jahr die Marketingbudgets mit rund 2,5 Prozent vom Bruttoumsatz des Handels auf Vorjahresniveau und werden voraussichtlich bis 2017 relativ unverändert bleiben. Verändern wird sich laut EHI-Institut hingegen die Verteilung der Ausgaben in Richtung Additive Werbemaßnahmen. Noch werden Werbegelder im Handel vor allem für Klassiker ausgegeben. Gedruckte Handelswerbung mit Prospekten/Magazinen (46,2 Prozent) und Anzeigen (8,4 Prozent) macht zusammen mit 54,6 Prozent etwas mehr als die Hälfte der Werbeaufwendungen aus. Im letzten Jahr betrug dieser Anteil noch 60 Prozent.
Additive Handelswerbung, also Instore-Marketing (13,2 Prozent), Onlinemarketing (9,9 Prozent), Direktmarketing (8,5 Prozent), TV-Werbung (3,9 Prozent) oder Radio-Werbung (2,6 Prozent) teilen sich die restlichen 45,4 Prozent (Vorjahr 40 Prozent) des Budgets.
Allein die Ausgaben für Onlinemarketing hätten sich seit dem Vorjahr um 27 Prozent gesteigert, bis 2017 wird mit einer Steigerung von 64 Prozent gerechnet. Das Onlinemarketing Budget wird beim Einzelhandel hauptsächlich für Search Engine Marketing (SEM) aufgewendet, gefolgt von Display Advertising, E-Mail Marketing oder E-Magazine.
Der aktuelle EHI-Marketingmonitor basiert auf einer schriftlichen Befragung, an der die Marketingchefs von 64 deutschen Handelsunternehmen teilgenommen haben. Der Bruttoumsatz der beteiligten Einzelhändler beträgt rund 94 Mrd. Euro, das entspricht einem Anteil von 22 Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes in Deutschland.
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