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Sichtbarkeitsdiskussion erreicht Online-Videowerbung

25. August 2014 (gy)

56 Prozent der ausgelieferten Online-Werbespots werden von den Nutzern nicht gesehen. Grund dafür seien vor allem Platzierungen außerhalb des sichtbaren Bereichs, störende Instream-Unterbrecherformate und die steigende Beliebtheit von AdBlocker, so jedenfalls das Ergebnis einer aktuellen Markbetrachtung der Ebuzzing & Teads Unternehmensgruppe. Demnach verfehlten jährlich bis zu 170 Millionen Euro Werbeinvestitionen ihr Ziel.

Warum Online-Werbung nicht gesehen wird, Quelle: Ebuzzing & Teads

Pierre Chappaz, CEO der Ebuzzing & Teads Unternehmensgruppe und ehemaliger Präsident von Yahoo! Europa, fordert ein Umdenken weg vom Reden über Pixel hin zum Verbraucher und seiner tatsächlichen Wahrnehmung der Werbung. Er appelliert an die Branche: „Es ist technisch ohne weiteres möglich, den werbungtreibenden Unternehmen die Sichtbarkeit ihrer Werbung zu garantieren und nicht gesehene Werbeschaltungen gar nicht erst zu berechnen.“

In den USA ist die Sichtbarkeit einer Impression vom IAB festgelegt worden. Für eine Dauer von mindestens einer Sekunde – bei Instream-Videowerbung sind es zwei Sekunden – müssen mindestens 50 Prozent des Werbemittels im Browserfenster des Nutzers sichtbar gewesen sein; erst dann zählt die aufgerufene Werbung als sichtbare und abrechenbare Ad Impression. Mit dieser 50/1-Regel wird die Sichtbarkeit (Viewability) zu einer Kennzahl in der Online-Mediaplanung, die die Ad Impression erst zu einer harten Währung macht. Für den deutschen Markt wird zur dmexco eine ähnliche Regelung erwartet.

Laut Ebuzzing & Teads kann die Sichtbarkeit von Werbeschaltungen derweil in drei Schritten garantiert werden. Werbetreibende sollen nach dem Cost-Per-Completed-View-Modell (CPCV) einkaufen und nur mit dem Vermarkter ihres Vertrauens zusammenarbeiten. Schritt Drei für garantierte Sichtbarkeit ist nach Meinung der Unternehmensgruppe die Nutzung von "Outstream-Video-Advertising." Outstream-Videowerbung wird in den Lesefluss des Users eingebunden und nur auf Wunsch des Users abgespielt. Damit sei laut ebuzzing das Outstream Modell eine wirksame wie nutzerfreundliche Alternative zu erzwungener und unterbrechender Online-Werbung.

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